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Im Bodenseekreis sollen künftig schottische Hochlandrinder auf Riedflächen weiden. Es handelt sich um ein Naturschutzprojekt gemeinsam mit der Stadt Friedrichshafen.

Die Rinder sollen ab dem kommenden Frühjahr ganzjährig im südlichen Hepbacher-Leimbacher Ried zwischen den Friedrichshafener Ortsteilen Raderach und Efrizweiler grasen, teilte das Landratsamt Bodenseekreis mit. Die insgesamt rund 30 Hektar großen, feuchten Grünlandflächen gehören dem Kreis und der Stadt.

Für Artenvielfalt und Naturerlebnis

Mit der extensiven Bewirtschaftung sollen die offene Riedlandschaft und die biologische Vielfalt erhalten bleiben, heißt es in der Mitteilung. Auch der Erlebniswert der Rundwanderwege werde dadurch aufgewertet. Derzeit werde rund um das Gelände ein Weidezaun aufgestellt. Die Beweidung und Einzäunung erfolge in enger Abstimmung mit der Jagdgesellschaft Kluftern. Im Frühjahr 2021 folge der Bau eines Unterstandes.

Wie groß die Herde wird, steht noch nicht fest. Das schottische Hochlandrind ist eine alte Rinderrasse mit zotteligem Fell und langen gekrümmten Hörnern. Der Bodenseekreis ist mit dem Naturschutzverband BUND Markdorf bereits an einem anderen Weideprojekt im nördlichen Hepbacher-Leimbacher Ried beteiligt.

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