Manfred Thierers sagenhafter Ort

Landschaft und Kleindenkmale zwischen Arnach und Eintürnen

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Für den Geografen und Heimatkundler Manfred Thierer ist die Landschaft zwischen Arnach und Eintürnen (Kreis Ravensburg) ein sagenhafter Ort. Hier kommt für ihn Natur und Kultur zusammen.

Früher führte ihn sein täglicher Weg von Leutkirch zu seinem Arbeitsplatz nach Weingarten an der Stelle zwischen Eintürnen und Arnach vorbei. Immer wieder hielt Manfred Thierer an dieser Stelle an. Auf einer Bergkuppe mit Bänkchen und dem Blick auf Wälder, Wiesen und Weiher war sein Platz, um sich zu sammeln. Für den Wissenschaftler und Heimatforscher ist aber nicht nur die reine Natur ein Quell der inneren Stärke, es sind auch die kleinen Kulturdenkmale, die vor langer Zeit aus den unterschiedlichsten Gründen in der Landschaft aufgestellt wurden.

Die Verbindung von Natur und Kultur macht eine Landschaft aus

Ein eigentümliches Kreuz neben "seinem" Bänkchen erzählt von einem Gelübde, das die Eltern eines schwerkranken Sohnes geleistet hatten. Sie haben das Kreuz aus Dank errichtet, dass der Sohn wieder gesund wurde. Weitere kleine Denkmale liegen auf Manfred Thierers sagenhaftem Spazierweg: Bildstöcke aus der Mitte des 18. Jahrhunderts zeigen die in der Region typische Heiligenverehrung von Sankt Veit, Sankt Martin und der heiligen Maria mit dem Jesuskind. Besonders fasziniert den Heimatforscher aber ein riesiger, eiszeitlicher Findling aus den Alpen mitten im Wald Richtung Arnach. Darauf ein Eisenkreuz und ein Bild, das Jesus bei der Rast zeigt - damals ein Zeichen dafür, dass sich an diesem Platz gut eine Pause einlegen lässt.

"Ich bin ein Landschaftsfanantiker. An dieser Stelle ist alles beieinander. Hier ist nicht nur Natur, hier ist auch Kultur dabei - alles Elemente, die eine Landschaft ausmachen."

Seinen sagenhaften Ort zwischen Eintürnen und Arnach hat er SWR-Reporterin Thea Thomiczek gezeigt.

Impressionen von Manfred Thierers sagenhaftem Ort

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