Segelboote auf dem Bodensee vor dem Pfänder (Foto: Pressestelle, Lindauer Segler-Club/J. Kaufmann (Archivbild))

Nachtregatta wieder ohne Corona-Einschränkungen

Regatta "RUND UM" vor Lindau: Mehr als die Hälfte der Boote schafft es ins Ziel

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Auf dem Bodensee vor Lindau sind am Freitag rund 230 Segelboote zur traditionsreichen Nachtregatta "RUND UM" gestartet. Gewonnen hat ein Teilnehmer aus Langenargen.

Wolfgang Palm aus Langenargen (Bodenseekreis) hat die 71. "RUND UM" gewonnen. Weil in der Nacht kaum Wind wehte, brauchten Palm und seine Crew zehneinhalb Stunden für die verkürzte Wettfahrtbahn über rund 80 Kilometer von Lindau über Romanshorn (Kanton Thurgau) und Konstanz. Sie erreichten den Hafen am Samstagfrüh laut Lindauer Segler Club (LSC) um 6 Uhr als Erste.

Katamarane waren länger unterwegs

Die längere Wettfahrt für die schnellen Katamarane führte rund 100 Kilometer von Lindau bis Überlingen (Bodenseekreis) und zurück. Trotz wenig Wind schafften es laut einem Sprecher des Veranstalters LSC insgesamt 138 Boote und damit mehr als die Hälfte in die Wertung. Sie hatten für die Strecke 24 Stunden Zeit.

Segler auf einem Segelboot auf dem Bodensee (Foto: Pressestelle, Lindauer Segler-Club/J. Kaufmann (Archivbild))
Im vergangenen Herbst waren die Seglerinnen und Segler bei der "RUND UM" nur tagsüber unterwegs. Pressestelle Lindauer Segler-Club/J. Kaufmann (Archivbild)

GPS-Tracker dokumentieren im Internet das Vorankommen der Boote

Von den gemeldeten Schiffen wurden nur sieben von weiblichen Skippern geführt. Alle Boote waren mit GPS-Trackern ausgestattet, ihr Vorankommen konnte so im Internet verfolgt werden.

Veranstaltet wird die "RUND UM" vom LSC. Im vergangenen Jahr fand die Regatta wegen Corona erst im Herbst und tagsüber statt. Wegen Flaute erreichten nur sieben Boote rechtzeitig das Ziel.

Nachts gilt Schwimmwesten-Zwang

Die "RUND UM" gilt als die größte Segelregatta am Bodensee. Voraussetzung an Bord der teilnehmenden Schiffe sind mindestens drei Personen Besatzung, sie müssen mindestens 14 Jahre alt sein.

Zwischen 20 Uhr und 5:30 Uhr mussten alle Seglerinnen und Segler Schwimmwesten mit Notblitz und Kleidung mit reflektierenden Streifen tragen. Trapezyachten und Katamarane mussten zudem Rotlichtraketen an Bord haben und von einem rettungstauglichen Motorboot begleitet werden. Jedes Crewmitglied musste eine Pfeife und ein Messer sowie einen grünen Leuchtstab bei sich haben.

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