Eine rote Glühbirne über einer Stadt (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Frank Rumpenhorst)

Stilles Signal in Privathäusern und Geschäften

Laupheim startet "Rote Lichter"-Aktion für Solidarität im Lockdown

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Rund 100 Einzelhändler, Dienstleister, Organisationen und Privatpersonen aus Laupheim (Kreis Biberach) wollen ab Freitag jede Nacht ihre Fenster oder Schaufenster rot beleuchten.

Die Teilnehmer möchten damit ihre Solidarität mit all den Menschen zeigen, die unter dem Corona-Lockdown leiden, sagte die an der Aktion beteiligte Werbeagentur dem SWR. Die Aktion soll sich jeden Abend wiederholen, bis der Lockdown zu Ende sei.

Vorrat an roten Glühbirnen erschöpft

Eigentlich hätte die rote Beleuchtung schon früher losgehen sollen, mit etwa 50 Teilnehmern. Es hätten dann aber 100 mitmachen wollen, so dass der Vorrat an roten Glühbirnen eines Laupheimer Baumarktes nicht ausreichte. Bis zum Start am Freitag seien nun aber genügend Lampen vorhanden. Sie würden als stilles Signal nicht nur im Stadtgebiet, sondern auch in den Außenbezirken leuchten.

Am vergangenen Wochenende hatten bereits Friseurgeschäfte im Kreis Lindau erstmals nachts das Licht in ihren Geschäften angelassen. Sie wollten damit auf ihre prekäre Situation im verlängerten Lockdown aufmerksam machen. Eine Sprecherin der Friseurinnung im Kreis Lindau sagte dem SWR, die Aktion werde weitergehen. Der Verband des deutschen Friseurhandwerks will sie auf andere Teile Deutschlands ausweiten. 

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