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Die Stadt Riedlingen (Kreis Biberach) will attraktiven Wohnraum für junge Leute schaffen. Dahinter steckt das Modellprojekt "Junges Wohnen", an dem sich landesweit sechs Kommunen beteiligen.

Riedlingen hat wie viele andere kleine Gemeinden das Problem, dass junge Menschen oftmals nach der Schulausbildung in größere Städte umziehen und nicht mehr zurückkommen. Ziel des Modellprojektes ist es, mit interessanten Wohnkonzepten junge Menschen im Alter zwischen 18 und 35 Jahren am Ort zu halten. Bedingung: Der Wohnraum muss in bisher leerstehenden Gebäuden geschaffen werden. Denn auch das hat sich das Modellprojekt zum Ziel gesetzt: für nicht genutzte Zweckbauten eine neue Verwendung zu finden.

Wohnen im Feuerwehrhaus

In Riedlingen kommen dafür drei Gebäude in Frage: ein altes Feuerwehrgerätehaus in der Innenstadt, das schon sehr lange leersteht. Außerdem ein ungenutztes Rathaus und ein Kindergarten, der noch in Betrieb ist. Jetzt wird besprochen, welche Gebäude sich für einen Umbau eignen.

Umbaupläne bis Ende Juli

In den umgebauten Gebäuden könnten dann Wohngemeinschaften entstehen oder kleine Wohnungen, das hängt vom Zuschnitt der Gebäude ab. Sicher sei, sagt die Freiburger Projektgesellschaft, die das Projekt mit organisiert, dass in den jeweiligen Gebäuden ein Gemeinschaftsraum eingerichtet wird. Bis Ende Juli sollen die Umbaupläne vorliegen. Für die Planung gibt es finanzielle Unterstützung vom Land.

Idee kommt aus Österreich

Die Idee der Gebäude für junge Leute stammt aus Oberösterreich. Vor zwei Jahren wurden dort die ersten Häuser umgebaut, unter anderem eine Frühstückspension und ein Supermarkt.

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