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Wenn sich Viren im Zimmer breit machen, ist das nicht gut für die Gesundheit. Wichtig ist es, die Wohnung regelmäßig zu lüften. Raumbiologin Meike Krüger aus Markdorf (Bodenseekreis) erklärt, was man beachten muss.

Gerade in der kalten Jahreszeit nimmt die warme Zimmerluft viel Flüssigkeit auf. Trifft die feuchtwarme Luft dann auf die kühlen Wände und Fenster, kondensiert sie und bildet den idealen Nährboden für Schimmelpilze und Keime. Damit das nicht passiert, muss gelüftet werden. Dabei wird nicht nur feuchte Luft nach draußen befördert, sondern auch Schadstoffe und Krankheitserreger.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
18:45 Uhr
Sender
SWR Fernsehen BW

"Wenn wir einmal die Luft komplett austauschen, gehen automatisch alle Viren, Bakterien, der Feinstaub und die Hausstaubmilben mit nach draußen."  

Meike Krüger

Warum ist Lüften wichtig?

Gut gelüftete Räume sind besonders für ältere Menschen, die zur Corona-Risikogruppe gehören, eine Immunstimulanz, sagen Immunologen. Je sauerstoffhaltiger die Luft, umso besser die Immunabwehr in der Lunge.

Durchzug ist am besten

Das Fenster nur zu kippen reiche nicht aus und könne sogar dazu führen, dass sich Schimmel bildet. Beim Lüften sollten möglichst zwei Fenster oder Außentüren vollständig geöffnet werden. Nur dann entsteht Durchzug, der die Raumluft richtig austauscht, so die Raumbiologin.

"Wenn man im Winter das Fenster aufmacht, beschlägt die Scheibe drei bis vier Minuten lang. Wenn sie wieder klar ist, kann man das Fenster wieder schließen. Dann ist die Luft gewechselt."

Meike Krüger

Bei richtigem Lüften reichen drei bis vier Minuten

In der kalten Jahreszeit zehn bis zwanzig Minuten zu lüften, wäre Energieverschwendung, erklärt Meike Krüger. Besser sei ein kurzer Luftwechsel, dafür lieber öfter. Deshalb rät die Raumbiologin, Fenstersimse nicht zuzustellen, dann kann man schnell mal kurz das Fenster aufmachen.

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