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Die Zahl der Corona-Bußgeldbescheide und die daraus erfolgenden Einnahmen für die Kommunen fallen in der Region Bodensee- Oberschwaben sehr unterschiedlich aus. Konstanz liegt ganz vorne.

Das ist das Ergebnis einer landesweiten Anfrage der baden-württembergischen FDP-Fraktion beim Innenministerium. Unter den vier abgefragten Städten in der Region Bodensee-Oberschwaben belegt Konstanz den 1. Platz. Die Stadt erhob von März bis Ende Juni dieses Jahres 960 Bußgeldbescheide wegen Verstößen gegen die Corona-Vorgaben. Dabei nahm die Kommune rund 85.000 Euro ein. Umgerechnet war das rund ein Euro pro Einwohner.

Biberach vergab 123 Bußgeldbescheide

Im Vergleich vergab im selben Zeitraum Friedrichshafen 702 Bescheide, Ravensburg 618 und Biberach 123.

Städte legen Höhe der Bußgelder selbst fest

Die Landesregierung habe mit dem Bußgeldkatalog lediglich einen Rahmen vorgegeben, begründete ein Sprecher des Innenministeriums die regionalen Unterschiede. Die Ordnungsämter der Städte legen die Höhe und auch das einzelne Vorgehen fest. Die Höhe der Einnahmen sei kaum vergleichbar, da zum Teil die Zahlen nur geschätzt wurden.

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