Hände, die in Handschellen stecken (Foto: dpa Bildfunk, Sven Hoppe)

Mehrere Wohnungen in BW durchsucht

Polizei hebt mit Großrazzia Drogenhändler-Ring aus

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Etwa 280 Einsatzkräfte der Polizei sind beteiligt gewesen, um einen großen Drogenhändler-Ring auffliegen zu lassen. In mehreren Landkreisen in BW wurden Wohnungen durchsucht.

Mit einer Großrazzia an mehreren Orten in Baden-Württemberg hat die Polizei eine mutmaßliche Drogenhändler-Bande ausgehoben. Nach Durchsuchungen am frühen Dienstagmorgen in zahlreichen Wohnungen in Konstanz, in Titisee-Neustadt (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald) sowie in Meersburg (Bodenseekreis) und in Villingen-Schwenningen (Schwarzwald-Baar-Kreis) haben die Beamten elf Tatverdächtige im Alter zwischen 20 und 32 Jahren vorläufig festgenommen. Das teilten die Staatsanwaltschaft Konstanz und die Kriminalpolizei Rottweil am Dienstagabend mit.

Die Tatverdächtigen stünden im Verdacht, überregional gewerbs- und bandenmäßig mit Drogen gehandelt und Frauen zur Prostitution gezwungen zu haben. Bei der Razzia fanden die Beamten demnach große Mengen an Drogen mit einem Wert von insgesamt mehreren zehntausend Euro. Gegen sieben der elf Verdächtigen wurde Haftbefehl erlassen. Einige von ihnen seien Mitglieder der Rockergruppe "United Tribuns", so ein Polizeisprecher gegenüber dem SWR. Diese Gruppierung ist seit Mittwoch vom Bundesinnenministerium verboten.

Langfristige Ermittlungen gegen Drogenhändler-Ring

Etwa 280 Polizisten, teilweise aus benachbarten Bundesländern, seien an der Aktion beteiligt gewesen, so ein Sprecher der Polizei. Man habe eineinhalb Jahre lang gegen die Bande ermittelt. Bei der Razzia hätten die Beamten Cannabis im mittleren zweistelligen Kilobereich, zehn Kilogramm Amphetamin und über 1.000 Ecstasy-Tabletten beschlagnahmt. Außerdem hätten sie ein komplett eingerichtetes Drogenlabor entdeckt.

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SWR