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Der Oberschwabenklinkverbund (OSK) mit Häusern in Bad Waldsee, Wangen und Ravensburg hat 2019 4,6 Millionen Euro Minus gemacht. Das teilten die Geschäftsführer am Donnerstag mit.

Gegenüber 2018 bedeute das aber eine Verbesserung von einer Million Euro. Der Klinikverbund hat nach eigenen Angaben 2019 mit rund 177.000 Patienten so viele Kranke behandelt wie noch nie. 1.000 mehr als noch 2018. Vor allem der stationäre Bereich habe stark zugelegt.

Trotz steigender Zahl an Patienten sei die durchschnittliche Fallschwere zurückgegangen, hieß es in einer Pressemitteilung. Das bedeutet laut SWR-Informationen, dass der Klinikverbund im Schnitt pro Patientenbehandlung weniger Geld von den Krankenkassen erhalten hat.

Wirtschaftliche Folgen der Corona-Krise

Das laufende Geschäftsjahr habe zunächst gut begonnen, doch dann kam die Corona-Krise mit ihren wirtschaftlichen Folgen, sagte OSK-Geschäftsführer Oliver Adolph.

Man hätte dadurch weniger Patienten behandeln können und mehr Geld investieren müssen. Von März bis Mai habe man jeden Monat mehr als zwei Millionen Euro Verlust eingefahren, insgesamt also sechs Millionen Euro. In dieser Zeit hätten einige Eingriffe nicht durchgeführt und verschoben werden müssen.

Nun hofft Adolph, dass ein Teil der Corona-Verluste im zweiten Halbjahr ausgeglichen werden könnten, wenn verschobene Operationen nachgeholt würden. Bereits im Juni hätte sich das Geschäft günstiger entwickelt.

OSK-Führung sieht sich für zweite Corona-Welle gerüstet

Für eine mögliche zweite Corona-Welle sieht Adolph den Klinikverbund gut aufgestellt. Man habe im ersten Halbjahr gelernt, wie man mit der Krise umgehen könne. Durch diese Erfahrung sei man jetzt auf eine zweite Corona-Welle besser vorbereitet.

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