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Die Stadt Radolfzell plant für das kommende Jahr einen massiven Sparkurs sowie Steuererhöhungen. Am Dienstag wurde der Haushaltsplan für 2021 im Gemeinderat vorgestellt.

Oberbürgermeister Martin Staab (parteilos) stellte seine Haushaltsrede unter das Motto "Kürzer treten und nach vorne schauen". Die Stadt kämpfe seit Jahren mit einem Defizit in Millionenhöhe, das sich nun durch Corona nochmal verschärft habe. Die Stadt plant deshalb, bei den Ausgaben rund 1,3 Millionen Euro einzusparen. Gleichzeitig sollen die Einnahmen durch eine ganze Reihe von Gebühren- und Steuererhöhungen verbessert werden.

Schulbauprojekte verschieben

Der Haushaltsplan sieht vor: Der Hebesatz für die Gewerbesteuer wird angehoben, auch die Hundesteuer und Kurtaxe. Wassersportler müssen mehr Geld für Liegeplätze an Bojenfeldern bezahlen, Stände auf dem Stadtmarkt und Eintrittskarten für das Museum werden teurer. Darüber hinaus sollen Schulbauprojekte verschoben werden, an geplanten Kitaneubauten will die Stadt allerdings festhalten. Trotz der Einsparungen und Einnahmeerhöhungen geht die Stadt immer noch von einem Defizit von mehr als zwei Millionen Euro aus. Insgesamt rechnet die Stadt im kommenden Jahr mit Ausgaben in Höhe von 98,9 Millionen Euro.

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