STAND

Ein 21-jähriger Mann, der seine Großmutter in Frauenfeld (Kanton Thurgau) getötet und enthauptet hat, ist wegen Schuldunfähigkeit freigesprochen worden. Er muss in ein psychiatrisches Krankenhaus.

Der Enkel hatte im Oktober 2018 die 74-Jährige, die zu Besuch bei der Familie war, unvermittelt von hinten angegriffen. Er würgte sie bis zur Bewusstlosigkeit und stach ihr dann mit einem Messer ins Herz. Anschließend enthauptete er seine Großmutter. Den abgetrennten Kopf packte er in einen Rucksack und floh mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Flughafen Zürich. Die Polizei nahm den damals 19-Jährigen wenige Stunden später dort fest.

Vor dem Bezirksgericht Frauenfeld angeklagt war der Mann unter anderem wegen vorsätzlicher Tötung, Störung des Totenfriedens und Freiheitsberaubung. Er gab an, seit einiger Zeit Stimmen gehört zu haben. Seine Großmutter habe er mehr geliebt als die Mutter.

Gutachten sieht psychische Störung

Das Gericht folgte mit seinem Freispruch einem Gutachten, das festgestellt hatte, dass der Angeklagte zum Tatzeitpunkt unter einer schweren psychischen Störung litt und nicht schuldfähig ist. Außerdem verwies das Gericht den 21-Jährigen für die Dauer von 15 Jahren des Landes. Er besitzt die mazedonische und die italienische Staatsbürgerschaft.

Vom Prozess in Frauenfeld berichtete SWR-Reporterin Tina Löschner:

Mehr zum Thema:

Landgericht Ravensburg verhandelt versuchten Mord 63-Jähriger gesteht Hammer-Angriff auf Ehefrau in Meckenbeuren

Im Prozess gegen einen 63-jährigen Mann aus Meckenbeuren (Bodenseekreis) hat der Angeklagte ein Geständnis abgelegt. Er hatte mehrmals mit einem Hammer auf seine Ehefrau eingeschlagen.  mehr...

Mann aus Singen verurteilt Haftstrafe für Angriff mit Tretroller

Das Landgericht Konstanz hat einen 23-Jährigen wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und sechs Monaten verurteilt. Der Prozess wurde zum zweiten Mal verhandelt.  mehr...

STAND
AUTOR/IN