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Die Polizei hebt ab: An Ostern werden Beamte von Bord eines Zeppelins aus kontrollieren, ob sich die Menschen in der Region Bodensee-Oberschwaben an die Abstandsregeln halten.

Aus der Luft könne man Menschenansammlungen besser erkennen als im Streifenwagen, so der für die Region zuständige Ravensburger Polizeipräsident Uwe Stürmer. Zudem eigne sich der Zeppelin wegen seines leisen Fluges besonders für eine derartige Mission, heißt es in einer Mitteilung der Polizei. Dieser geräuscharme Flug war auch schon bei früheren Einsätzen gefragt: 2005 kam der Zeppelin NT für die Verkehrsüberwachung der Kölner Polizei beim Weltjugendtag und Papstbesuch zum Einsatz.

Zeppelin fliegt für Zusammenhalt

Das Luftschiff wird von der Deutschen Zeppelin-Reederei in Friedrichshafen zur Verfügung gestellt. Zum Einsatz kommt ein Zeppelin NT mit der Aufschrift "alle für alle", der auf Initiative der Stadt Friedrichshafen bereits am vergangenen Wochenende unterwegs war und der Bevölkerung signalisieren sollte, trotz des schönen Wetters besser zuhause zu bleiben. Mit den Flügen sollte auch ein Zeichen der Zuversicht und des Zusammenhalts gesendet werden.

Uneinsichtige werden angezeigt

Man nehme das Angebot gerne an, um noch gezielter gegen Verstöße vorgehen zu können, so Polizeipräsident Stürmer. Nach wie vor halte sich ein Großteil der Bevölkerung an die Vorgaben zur Eindämmung des Coronavirus. Die Uneinsichtigen müssten eben durch Anzeigen und entsprechende Bußgelder "überzeugt" werden, so der Polizeichef.

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