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Die Stiftung Liebenau beschäftigt künftig einen Roboter. Laut einer Mitteilung soll er das Pflege- und Betreuungspersonal unterstützen. Doch zuerst wird der Roboter noch programmiert.

Der Roboter heißt "Pepper" und erinnert mit 1,20 Meter Größe und großen runden Augen an ein kleines Kind. Er hat Arme und Hände, fährt auf Rollen und hat einen Bildschirm auf der Brust. Seine Aufgabe in Pflegeheimen der Stiftung Liebenau: Er soll den Bewohnern etwa Lieblingslieder vorspielen oder Anweisungen für Gymnastikübungen geben, je nach Programmierung.

Roboter - ein Zukunftsthema für die Pflege

"Wir setzen uns auf vielfältigste Weise mit der Zukunft der Pflege auseinander", sagt Markus Nachbaur, der Vorstand der Stiftung Liebenau. Da könnten auch Roboter zum Einsatz kommen. Ein Ersatz für die menschliche Pflegekraft sei ein humanoider, also menschlich wirkender, Roboter aber keinesfalls, so Nachbaur.

Was kann "Pepper"?

Nun will die Stiftung Liebenau prüfen, wie "Pepper" am besten eingesetzt werden kann. Hoffnungen sind, dass der Pflegeroboter die Selbstständigkeit älterer Menschen fördern, ihren Alltag erleichtern und Pflegekräfte entlasten kann.

Kooperation mit der Hochschule Ravensburg-Weingarten

Doch bevor er zum Einsatz kommt, muss "Pepper" erst einmal programmiert werden. Das machen Studierende an der Hochschule Ravensburg-Weingarten. Klappt alles, könnte "Pepper" im Sommer erstmals seine Arbeit aufnehmen - in einer Pflegeeinrichtung der Stiftung Liebenau in Kressbronn. Möglich wurde seine Anschaffung durch die Spende eines Versicherungsunternehmens in Höhe von 10.000 Euro.

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