Palmenboschen werden am Palmsonntag vor der Kirche in Baustetten geweiht

"Kranzen" hat lange Tradition

So entstehen die Palmen für Palmsonntag in Baustetten

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Bernhard Hentschel
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In feierlichen Gottesdiensten haben Christen den Palmsonntag begangen. In Baustetten (Kreis Biberach) waren zuvor Hunderte besonderer Gestecke entstanden, sogenannte "Palmen" oder "Boschen". 

Am Palmsonntag, eine Woche vor Ostern, haben katholische und evangelische Christen in Oberschwaben an den Einzug von Jesus nach Jerusalem zu Beginn der Karwoche erinnert. In Baustetten im Kreis Biberach entstanden dafür kunstvolle Gestecke: "Palmen". Frauen der Pfarrei haben wochenlang daran gearbeitet, sie sind geschmückt mit bunten Eiern, Papiergirlanden und Buchsbaumzweigen. Jeden Werktag seit Beginn der Fastenzeit - von morgens bis abends im Drei-Schichtbetrieb - haben sich die Frauen zum sogenannten "Kranzen" getroffen.  

Rund 400 dieser "Palmen" haben die Frauen für Gläubige aus Baustetten und Umgebung gebastelt. Der Erlös kommt Menschen mit Behinderung zugute. "Palmen" sind typisch für Oberschwaben - sie stehen nach kirchlicher Tradition für das Leiden und die Auferstehung Jesu. Am Palmsonntag zogen die katholischen Christen in Baustetten zu ihrer Kirche hinauf - mit ihren "Palmen". Für sie ist das eine besondere Tradition:

Auch in Bad Saulgau (Kreis Sigmaringen) zogen Menschen mit geschmücktem Grün samt bunter Eier und einer Jesusstatue auf einem Esel zur Kirche.

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