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Die Stadt Ochsenhausen (Kreis Biberach) hat am Dienstagabend 48 Bauplätze im Losverfahren vergeben. Es war das erste Mal, dass in der Bodenseeregion Grundstücke auf diese Art verteilt wurden.

Rund 70 Interessenten nahmen an der Verlosung teil, etwa halb so viele wie ursprünglich erwartet. Verlosung hieß: Die Bauplätze gab es nicht umsonst, nur ihre Vergabe wurde verlost. Insgesamt 60 Bauplätze standen zum Verkauf, auf zwölf Grundstücken blieb die Stadt sitzen. Die Stadt hatte von vornherein nicht damit gerechnet, alle Bauplätze loszuwerden. Die meisten Interessenten würden sich nur auf die schönsten Grundstücke bewerben, hieß es.

Angst vor Klagen

Ochsenhausen hatte die Verlosung als Vergabeverfahren gewählt, um juristisch nicht angreifbar zu sein. Die Stadt wollte vermeiden, von enttäuschten Bewerbern, die bei der Bauplatzvergabe nicht zum Zuge gekommen sind, verklagt zu werden. Deshalb fand die Verlosung unter notarieller Aufsicht statt. Der Nachbarort Ummendorf war wegen eines Fehlers bei der Bauplatzvergabe verklagt worden und hatte seine Vergaberichtlinien daraufhin ändern müssen.

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