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Nathalie Arnegger ist die neue Intendantin der Biberacher Filmfestspiele. Das verkündete der Trägerverein. Die Filmschaffende ist in der Region verwurzelt.

Einstimmig habe man sich im Vorstand für Nathalie Arnegger als neue Intendantin entschieden, so der Trägerverein in einer Mitteilung. Ihre Bewerbung sei hervorgestochen und bei mehreren Vorstellungsrunden habe sich der positive Eindruck verfestigt.

Arnegger ist in der Region verwurzelt

Nathalie Arnegger wurde in Biberach geboren und machte in Ravensburg ihr Abitur. Danach studierte sie an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf und lebte und arbeitete viele Jahre in Berlin und in Jordanien. 2018 war sie Jury-Mitglied der Biberacher Filmfestspiele. Zuvor zeigte sie 2008 ihren Dokumentarfilm "Zwei halbe Leben sind kein Ganzes" bei dem Filmfestival.

Herausfordernder Einstieg als Intendantin in Biberach

Die 49-Jährige soll ab sofort mit der Planung des diesjährigen Filmfestivals beginnen, das jährlich am ersten Novemberwochenende stattfindet. Mit der knappen Vorbereitungszeit und der Corona-Pandemie sei der Einstieg als neue Intendantin eine Herausforderung. Man wünsche sich deshalb, dass Vereinsmitglieder oder Filmfest-Freunde Nathalie Arnegger unterstützen, so der Vereinsvorstand. Arnegger möchte nach eigenen Angaben Altbewährtes des Filmfestivals mit neuen Ideen verbinden und unter anderem mehr junge Menschen für das Festival begeistern.

Die neue Intendantin der Biberacher Filmfestspiele im Gespräch mit SWR-Moderator Martin Hattenberger:

Vorgängerin Reichert: überraschender Rückzug

Die vorherige Intendantin Helga Reichert hatte überraschend ihren Vertrag nicht verlängert. Grund waren unterschiedliche Ansichten zwischen ihr und dem Trägerverein zur Zukunft des Festivals. Sie leitete das Festival zwei Jahre lang und ist die Ehefrau von Adrian Kutter, der die Biberacher Filmfestspiele 1979 gründete und über Jahrzehnte leitete.

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