Center for Visual Computing of Collectives (VCC) an der Universität Konstanz (Foto: Ministerium für Finanzen Baden-Württemberg/Wolfram Janzer)

Schwarmintelligenz von Tieren im Blick

Universität Konstanz erhält einzigartiges Forschungszentrum

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Die Wissenschaftler der Universität Konstanz haben eine neue Forschungsstätte, um die Schwarmintelligenz von Tieren zu erforschen. Der hochmoderne Bau wurde nun übergeben.

Herzstück des Neubaus ist ein zweigeschossiger Hangar, in dem echte Insekten- oder Vogelschwärme mit 3D-Umgebungen konfrontiert werden. Die Bewegungen aller Individuen eines Schwarms können in einem weiteren Speziallabor auf einer ultrahochauflösenden Großbildprojektionsanlage sichtbar gemacht und analysiert werden.

"Weltweit einzigartiges Forschungszentrum"

Je nachdem, wie die Tiere auf die virtuellen Einflüsse, zum Beispiel projizierte Raubtiere, reagieren, können Rückschlüsse gezogen werden. Diese sollen zum Beispiel bei der Prävention von Schädlingsplagen in der Landwirtschaft helfen oder auch Erkenntnisse liefern zur Ausbreitung von Krankheitswellen. Baden-Württembergs Finanzminister Danyal Bayaz (Grüne) pries den Neubau als weltweit einzigartiges Spitzenforschungszentrum.

"Wir können viel von der Schwarmintelligenz von Tieren lernen, deshalb ist die Spitzenforschung auch so wichtig in diesem Bereich."

Das knapp 28 Millionen Euro teure Gebäude, das "Center for Visual Computing of Collectives (VCC)" heißt, finanzierte zur Hälfte der Bund, die restlichen Kosten trugen Land und die Universität Konstanz.

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