Frau mit Insektenfänger an Blüten (Foto: Vivien von Königslöw)

Forschung der Uni Freiburg

Kleinstrukturen sind gut für Artenvielfalt am Bodensee

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Blühflächen am Rand von Obstplantagen können helfen, die Artenvielfalt von Insekten und Wildbienen im Bodenseeraum zu erhöhen. Das haben Freiburger Wissenschaftlerinnen herausgefunden.

Über zwei Jahre hinweg haben die Wissenschaftlerinnen um die Ökologin Vivien von Königslöw sogenannte Kleinstrukturen wie Gräben, Hecken und überwachsene Zäune am Rand von großen, konventionellen Obstplantagen im Bodenseeraum untersucht. Dafür verglichen sie, wie häufig Wildbienen und Schwebefliegen dort sind und wie häufig sie in großen Blühstreifen vorkommen.

Kleinstrukturen bieten Nahrung und Rückzugsorte für Insekten

Ein Ergebnis war, dass durch die wild gewachsenen Kleinstrukturen andere Insekten- und Bienenarten angezogen wurden als in größeren, ausgesäten Blühflächen. In den Kleinstrukturen waren auch mehr Arten zu finden. Deshalb seien solche Gräben, Hecken oder überwachsene Zäune eine sinnvolle Ergänzung zu Blühstreifen, so Vivien von Königslöw. Zudem böten Kleinstrukturen den Insekten den ganzen Sommer über Nahrung und Rückzugsorte.

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