Explosion in Bodnegg (Foto: Pressestelle, Feuerwehr Bodnegg)

Verpuffung in Bodnegg

Herstellerfirma zieht Konsequenzen nach Explosion von Batteriespeicher

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Nach der Explosion eines Stromspeichers in einem Wohnhaus in Bodnegg hat der Hersteller die entsprechenden Geräte nun deutschlandweit abgeschaltet. Es habe weitere Verpuffungen gegeben.

Ein technischer Defekt hatte vor zwei Wochen zu einer Explosion in einem Doppelhaus in Bodnegg (Kreis Ravensburg) geführt. Wie die Polizei mitteilte, detonierte an dem Tag im Keller des Hauses ein Batteriespeicher einer Photovoltaikanlage. Durch die Druckwelle wurden mehrere Fenster und Türen nach außen gedrückt sowie der gesamte Dachstuhl angehoben.

Drei Stromspeicher insgesamt verpuffen

Nun zieht die Herstellerfirma SENEC, ein Tochterunternemen der EnBW, deswegen Konsequenzen: Man gehe auf Nummer sicher und habe die Geräte per Fernwartung in einen Ruhemodus versetzt, so die Leipziger Firma auf ihrer Homepage. Ziel sei es, Ursache und Hergang der aktuellen Ereignisse zu ermitteln. Insgesamt habe es in drei Häusern in Deutschland, in denen die Batteriespeicher eingebaut waren, Verpuffungen gegeben.

Hausbewohner waren nicht vor Ort

In keinem der Fälle wurden Menschen verletzt, heißt es weiter. In Bodnegg haben sich die Bewohner zum Zeitpunkt der Explosion nicht im Haus befunden. Der Gesamtschaden wird auf rund 250.000 Euro geschätzt. Das Haus ist derzeit unbewohnbar. Die Bewohner kamen laut Polizei bei Bekannten unter.

Installation eines Speichers der Versicherung melden

Die dauerhafte Installation eines Speichersystems sollte in jedem Fall dem Gebäudeversicherer gemeldet werden, schreibt das baden-württembergische Umweltministerium in einer Broschüre zu Photovoltaik und Batteriespeicher. Im Vergleich zu Bleibatterien sei die spezifische Brandgefahr bei Lithiumspeichern erhöht, etwa durch die generelle Möglichkeit der Selbstentzündung aufgrund eines technischen Defekts. Spätestens alle fünf Jahre sollte Fachpersonal die Sicherheit und Funktion der Photovoltaikanlage prüfen, rät die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg.

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