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Die Bestürzung ist groß: Bei einem Großbrand in der Nacht zu Dienstag ist die fast 100 Jahre alte Scheffelhalle in Singen (Kreis Konstanz) zerstört worden. Der Schaden soll bei mehreren Millionen Euro liegen.

Kurz nach Mitternacht waren bei Feuerwehr und Polizei zahlreiche Notrufe eingegangen, so ein Sprecher der Polizei. Der Feuerschein und die Rauchsäule seien von weitem sichtbar gewesen. Anwohner wurden gebeten, Türen und Fenster geschlossen zu halten. Trotz eines Großaufgebots von rund 50 Feuerwehrleuten brannte die Scheffelhalle aber komplett ab. Die Feuerwehr verhinderte allerdings ein Übergreifen der Flammen auf umliegende Gebäude. Verletzt wurde niemand.

Brandursache noch unklar

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen, noch gibt es keine Erkenntnisse, was den Brand ausgelöst haben könnte. Die Scheffelhalle gilt als Teil der jüngeren Singener Stadtgeschichte. Generationen von Singener Bürgern verbinden mit der Halle ihre Erinnerungen an Fastnachts- und Kulturveranstaltungen. Viele Singener reagierten betroffen, einige kamen noch in der Nacht zum Brandort. SWR-Reporter Martin Hattenberger berichtete vom Brandort:

Singener Oberbürgermeister bestürzt

Oberbürgermeister Bernd Häusler (CDU) war noch in der Nacht vor Ort, um sich ein Bild der Lage zu machen. Er zeigte sich bestürzt und traurig. Ein Stück Singener Geschichte sei in Flammen aufgegangen, so der OB in einer Pressemitteilung. Viele Menschen hätten ihre ganz persönlichen Erinnerungen an die Scheffelhalle. Schlimm sei der Verlust der Veranstaltungshalle vor allem für die Singener Fasnacht.

"Die Singener Fasnacht ist jetzt heimatlos."

Bernd Häusler, Oberbürgermeister von Singen

Auch Peter Adrian Gäng vom "Förderverein Freunde der Scheffelhalle" zeigte sich tief betroffen. Er sei von früher Jugend an bei unzähligen Veranstaltungen in der Halle gewesen. "Ich könnte nur heulen", sagte Gäng dem SWR.

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