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Die Mieter des Quartiers Ekkehardstraße in Friedrichshafen machen sich Sorgen. 16 Häuser sollen abgerissen werden, damit das Gelände neu bebaut werden kann - mit doppelt so vielen Wohnungen.

Geplant ist, dass die überwiegend aus den 50er-Jahren stammenden Miethäuser in Friedrichshafen durch Neubauten ersetzt werden. Das zu erneuernde Quartier umfasst über 100 Wohnungen mit im innerstädtischen Vergleich extrem niedrigen Mieten: Fünf bis sieben Euro pro Quadratmeter bezahlen die Bewohner.

Sanierung sei teurer als ein Neubau

Die Eigentümerin, die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, sagt, die Wohnungen seien sanierungsbedürftig. Brandschutz, Schallschutz und mangelnde Barrierefreiheit würden nicht mehr den heutigen Anforderungen entsprechen. Und die umfassende Sanierung käme teurer als ein Neubau. Bezahlbar sollen aber auch die neuen Wohnungen bleiben, so eine Sprecherin der Bundesanstalt. Aus der Planung für die Neugestaltung des Quartiers geht aber hervor, dass es mehr Wohnungen werden sollen. 200 statt bisher 100 Wohnungen sollen auf der gleichen Fläche errichtet werden.

Mieter wollen bei Planung mitreden dürfen

Die Mieter sagen, die Wohnungen seien aber zum Teil bereits saniert worden. Sie argumentieren mit Nachhaltigkeit und wünschen sich, in die Planungen zur Neugestaltung des Quartiers einbezogen zu werden.

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