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Immer mehr Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg wollen Trinkwasser aus dem Bodensee. Besonders in den Sommermonaten haben sie Probleme mit niedrigen Wasserständen in ihren Quellen. Aber Wasser aus dem Bodensee für alle – geht das so einfach?

2.000 Liter pro Sekunde kommen im Quellbecken der Bodenseewasserversorgung in Sipplingen an. Versorgt werden damit mehr als vier Millionen Menschen in Baden-Württemberg in insgesamt 300 Gemeinden und Städten.

"Wir haben ungefähr 30 Anfragen nach einer Erhöhung der Wasserlieferungen und nach Neuaufnahmen."

Maria Quignon, Zweckverband Bodenseewasserversorgung

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
18:00 Uhr
Sender
SWR Fernsehen BW

Von Sipplingen aus führen zwei große Hauptleitungen in den Norden des Landes. Als nach dem Zweiten Weltkrieg das Wasser knapp war, hat man in einer Mammutaktion in den 1950er-Jahren die Bodenseewasserversorgung gebaut. Unter der Schwäbischen Alb hindurch bis nach Stuttgart wurden Rohre verlegt.

Bisher waren die Kapazitäten der Anlage ausreichend, aber die Nachfrage nach Trinkwasser steigt kontinuierlich an. Mehr Arbeitsplätze im Land ziehen mehr Menschen an und der Klimawandel spiele eine nicht zu unterschätzende Rolle, so Maria Quignon vom Zweckverband Bodenseewasserversorgung in Sipplingen über die Ursachen für den Mehrbedarf.

"Bodenseewasser gäbe es genug, aber das Leitungsnetz ist nicht überall darauf ausgelegt."

Maria Quignon, Zweckverband Bodenseewasserversorgung

Auch die Landesregierung hat das Problem erkannt und die Zukunft der Wasserversorgung auf ihre Agenda gesetzt. Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) will Pläne erstellen, wie Gemeinden ihre Wasserversorgung in den kommenden Jahrzehnten garantieren können.

Klimawandel lässt Nachfrage steigen Mehr Gemeinden wollen Bodensee-Trinkwasser

Die Nachfrage nach Bodensee-Trinkwasser steigt. Das bestätigte die Bodensee-Wasserversorgung in Sipplingen (Bodenseekreis). Grund dafür seien unter anderem die heißen Sommer.  mehr...

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