Zwei Polizisten sind von hinten zu sehen (Symbolbild) (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Silas Stein/dpa)

Haftrichter: Dringender Tatverdacht wegen Mordes

28-Jähriger soll eigene Großmutter in Achberg getötet haben

STAND

Nach dem tödlichen Messerangriff eines Enkels aus Achberg (Kreis Ravensburg) auf seine 88-jährige Großmutter ist das Motiv weiter unklar. Der 28-Jährige befindet sich in der Psychiatrie.

Der 28-Jährige habe sich noch nicht zu seinen Beweggründen geäußert, teilte eine Polizeisprecherin am Freitag auf SWR-Anfrage mit. Die Angehörigen würden nun vernommen, doch das könne einige Tage dauern, da die Familie unter Schock stehe.

Die Tat hatte sich am Mittwochmorgen ereignet. Der Enkel, der mit seiner Großmutter an derselben Adresse wohnte, soll die 88-Jährige mit einem Messer erstochen haben. Die Frau sei aufgrund der Schwere ihrer Verletzungen noch am Tatort gestorben, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei in Ravensburg mit.

Hinweise auf psychische Erkrankung des Tatverdächtigen

Angehörige hielten den Tatverdächtigen bis zum Eintreffen der Polizei fest, hieß es in der Mitteilung weiter. Der Mann habe sich widerstandslos festnehmen lassen. Weil es Hinweise auf eine psychische Erkrankung gegeben habe, sei ein psychiatrischer Sachverständiger hinzugezogen worden. Laut Polizei könnte eine Schuldunfähigkeit oder verminderte Schuldfähigkeit vorliegen.

Ein Richter ordnete an, dass der Mann wegen dringenden Tatverdachts des Mordes in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht wird. Die Ermittlungen zu den genauen Umständen und Tathergang dauern an.

Mehr zum Thema

Konstanz

Amtsgericht verurteilt drei Angeklagte Haftstrafen für Zwangsprostitution und Menschenhandel in Konstanz

Im Prozess um Zwangsprostitution und Menschenhandel hat das Amtsgericht Konstanz am Dienstag die Urteile verkündet. Der Haupttäter muss für mehr als drei Jahre ins Gefängnis.

Bad Schussenried

Nach Tötungsdelikt 2021 in Psychiatrie Staatsanwaltschaft Ravensburg prüft mögliche Mitschuld des ZfP

Nach dem gewaltsamen Tod eines Bewohners im Zentrum für Psychiatrie in Bad Schussenried (Kreis Biberach) prüft die Staatsanwaltschaft Ravensburg, ob die Einrichtung eine Mitschuld trägt. Das ZfP weist das zurück.

STAND
AUTOR/IN
SWR