Verheerende Lage in den Gemeinden

Aufräumarbeiten nach Überflutungen im Kreis Biberach dauern an

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Im Kreis Biberach dauern die Aufräumarbeiten nach dem heftigen Unwetter weiter an. Die Lage ist vielerorts angespannt. Das Ausmaß der Schäden ist noch nicht bekannt.

Auch am Tag nach den heftigen Unwettern dauern die Aufräumarbeiten vor allem in Kreis Biberach an. Auch in Rot an der Rot, im Ortsteil Ellwangen, wo ein Mann in seiner Kellergeschoss-Wohnung von den Fluten überrascht wurde und ertrank.

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Die Lage in den betroffenen Gemeinden sei verheerend, so der Biberacher Landrat Heiko Schmid. Man versuche derzeit, einen Überblick über die Schäden zu bekommen, die der anhaltende und heftige Regen angerichtet habe. Kräfte von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk, DLRG und DRK sind im Einsatz und noch mit Aufräumarbeiten beschäftigt.

In Biberach, Rot an der Rot, Ummendorf, Eberhardzell und Tannheim seien insgesamt rund 100 Häuser beschädigt worden. Viele Keller waren vollgelaufen, Plätze und Straßen überflutet worden. Teilweise waren Straßen gesperrt, Felder und Wiesen wurden überflutet.

Die Pegel der Flüsse fallen derzeit langsam aber stetig, dennoch beobachte man die Lage sehr genau, so das Landratsamt. Der heftige Regen hatte den Pegel der Riß auf die dreifache Höhe des normalen Stands ansteigen lassen.

Mann ertrinkt in seiner Wohnung

In Rot an der Rot war am Montagabend ein 64 Jahre alter Mann in seiner Kellerwohnung eines Mehrfamilienhauses von den Wassermassen überrascht worden und ertrunken. Der 64-Jährige hatte noch die Feuerwehr verständigt, die Rettungskräfte konnten ihn aber wegen der Fluten im Ort nicht mehr erreichen. Erst mehrere Stunden nach dem Abfließen des Hochwassers habe die Feuerwehr den Leichnam bergen können.

40 weitere Menschen mussten wegen der Wassermassen im Ort ihre Häuser verlassen. Sie kamen zunächst in einem Gasthaus unter. 20 Gebäude wurden durch das Unwetter beschädigt.

B30 bei Hochdorf überschwemmt

Auch im restlichen Kreis Biberach verursachte heftiger Regen Schäden und Behinderungen. Bei Eberhardzell wurde die B465 unterspült. Auf der B30 bei Hochdorf stand das Wasser 1,50 Meter hoch. In Biberach schlug der Blitz in ein Wohnhaus ein und richtet einen Schaden von 20.000 Euro an.

Vollgelaufene Keller im Kreis Ravensburg

Auch im Kreis Ravensburg gab es Unwetter - wenn auch weniger heftig. Keller liefen voll, die Feuerwehren wurden zu etlichen Einsätzen gerufen. Betroffen war vor allem der Bereich rund um Bad Wurzach und Bad Waldsee. Laut Polizei wurden in Bad Wurzach mehrere Bewohner durch Wasser vorübergehend in ihrem Haus eingeschlossen. Ein Feuerwehrauto sei von der Straße gerissen, ein Krankenwagen gegen eine Hauswand gedrückt worden. Verletzt wurde niemand, der Schaden ist noch unklar.

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