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Nach mehr als zehn Jahren Planung ist die Therme in Lindau am Sonntag eröffnet worden. In den vergangenen Jahren war gegen das Projekt geklagt worden.

Draußen bietet die neue Therme in Lindau ein Freibad, eine Wasserrutsche und eine großen Liegewiese mit Zugang zum Bodensee. Drinnen gibt es ein Sport- und Freizeitbad mit 25-Meter-Becken und einer Wildwasserrutsche. Außerdem können dort Besucherinnen und Besucher einen Wellnessbereich mit unterschiedlichen Saunen nutzen.

Weniger Gäste wegen Corona-Beschränkungen

Wegen Corona ist derzeit nur die Hälfte der maximal möglichen Besucherzahl, insgesamt 400 Gäste, erlaubt. Die Dampfbäder dürfen vorerst nicht genutzt werden und in der Sauna wird beim Aufguss nicht gewedelt, so die Betriebsleiterin.

Der Bau der Therme kostete 45 Millionen Euro. Die Stadt beteiligte sich mit rund 14 Millionen. Die Therme Lindau ist nach Angaben des Betreibers das größte Bäder-Ensemble direkt am Bodenseeufer.

Kritik an Therme

Der Bau im Landschaftsschutzgebiet war lange umstritten. Klagen von Umweltschützern waren gescheitert. Lindaus Oberbürgermeisterin Claudia Alfons sagte am Sonntag, dass sie hoffe, dass auch, die Kritiker der Therme, sich mit dieser bald anfreunden werden.

Der Betreiber, Investor Andreas Schauer, sagte gegenüber dem Bayerischen Rundfunk, er sei sogar froh über die Gegner der Therme. Seiner Ansicht nach hätten sie die Therme noch besser gemacht. Zum Beispiel sei das Gebäude ursprünglich ganz aus Glas geplant gewesen. Jetzt gebe es etwa außen eine Holzfassade und drinnen sei Beton und Naturstein verbaut.

Bürgerentscheid: zwei Drittel für Therme

Vor vier Jahren hatten außerdem zwei Drittel der Lindauerinnen und Lindauer in einem Bürgerentscheid für die Therme und gegen den Erhalt der alten Bäder gestimmt.

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