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Mehr als 30.000 Schülerinnen und Schüler gehen seit Montag in der Region Bodensee-Oberschwaben wieder in die Schule. An den Schulen gelten Corona-Bedingungen. Bei den Lehrern gibt es teilweise Engpässe, etwa in Konstanz.

Fast überall in der Region sind die Schülerzahlen leicht gestiegen, besonders deutlich legten die Gymnasien im Kreis Biberach und im Bodenseekreis zu. Die Haupt- und Werkrealschulen im Kreis Sigmaringen dagegen haben fast zehn Prozent Schüler verloren.

Lehrer fehlen in Konstanz - im Bodenseekreis und Kreis Ravensburg sieht es gut aus

Die Versorgung der Region mit Lehrkräften ist laut den zuständigen Regierungspräsidien Freiburg und Tübingen unterschiedlich: Der Bodenseekreis und der Kreis Ravensburg sind nach Behördenangaben bei Lehrern als Einsatzort beliebt, dort ist die Versorgung gut. Anders sieht es im Kreis Konstanz aus. Dort wurden zwar 124 Lehrkräfte neu eingestellt, unter ihnen neun Pensionäre, die in die Schulen zurückkehren. 16 Stellen blieben zum Schulstart aber unbesetzt.

Hinzu kommt, dass Lehrer, die zu Risiokogruppen gehören, oder auch schwangere Lehrerinnen für den Schulalltag ausfallen. Im gesamten Regierungsbezirk Tübingen betrifft das über 1.000 Lehrerinnen und Lehrer. Diese sollen laut Regierungspräsidium administrative Aufgaben übernehmen oder die Kollegen beim Fernunterricht von zu Hause aus unterstützen.

Rot-weiß gestreiftes Klebeband markiert, wo die Schüler an der Gemeinschaftsschule in Blaustein die Treppe rauf- und wo sie runtergehen sollen (Foto: SWR, Maja Nötzel)
Wegweiser sollen helfen, die Begegnungen zwischen den Schülern zu minimieren. Außerhalb des Unterrichts gilt für die Schülerinnen und Schüler eine Maskenpflicht. Maja Nötzel

Weniger Begegnungen im Schulhaus, Masken außerhalb des Unterrichts

Erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie werden die Klassen wieder komplett unterrichtet. Darauf mussten die Schulen sich vorbereiten und ihren Alltag umstrukturieren. Für die Schüler gilt außerhalb des Unterrichts im Schulhaus eine Maskenpflicht.

Im Sportunterricht wird mit Abstand unterrichtet, die Geräte müssen im Anschluss desinfiziert werden. Am Karl-Maybach-Gymnasium in Friedrichshafen gibt es einen neuen Pausenplan, damit sich in den engen Schulfluren weniger Schüler begegnen. Schüler, die zu Hause bleiben, sollen per Videokonferenz in die Klassenräume zugeschaltet werden, so Lehrer Markus Eser gegenüber dem SWR.

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