Das Firmengebäude von Rentschler Biopharma  (Foto: Pressestelle, Rentschler Biopharma)

Glimpflicher Ausgang

Mitarbeiter nach Chemieunfall in Laupheimer Pharmaunternehmen außer Gefahr

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Der Chemieunfall beim Pharmaunternehmen Rentschler in Laupheim (Kreis Biberach) ist offenbar glimpflich ausgegangen. Die betroffenen Mitarbeiter stünden nicht mehr unter ärztlicher Beobachtung, so eine Sprecherin.

Man gehe nicht von gesundheitlichen Folgen für die Menschen aus, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Wohl aufgrund eines technischen Defekts war am Vortag Lösungsmittel in einem Gebäude ausgetreten. Vier Mitarbeiter waren ins Krankenhaus gebracht worden.

Ersten Erkenntnissen zufolge war das flüssige Lösungsmittel während der Produktion aus einem Schlauch ausgetreten. Vier Menschen waren direkt davon betroffen, sie kamen in ein Krankenhaus. Das Unternehmen teilte am Mittwochnachmittag mit, dass noch zwei Personen medizinisch betreut werden. Entgegen vorheriger Meldungen der Polizei seien jedoch keine Personen zu Schaden gekommen, so Rentschler in einer Mitteilung. Die Produktion wurde sofort gestoppt und die betroffene Abteilung geräumt. Rettungskräfte versorgten insgesamt 13 Menschen.

Die ausgelaufene chemische Substanz wurde inzwischen fachgerecht entsorgt, so die Mitteilung. Dafür gebe es bei Rentschler in Laupheim speziell ausgebildete Kräfte. Die Polizei geht derzeit davon aus, dass ein Defekt zu dem Unfall geführt hat.

Rentschler an Corona-Impfstoffproduktion beteiligt

Das Unternehmen mit Hauptsitz in Laupheim (Kreis Biberach) ist auch an der Produktion des Corona-Impfstoffs von Biontech und Pfizer beteiligt. Eine Sprecherin des Unternehmens bestätigte den Vorfall. Ihren Angaben zufolge hat der Unfall vom Mittwoch keine Auswirkungen auf die Produktion des Covid-19-Impfstoffs.

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