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Vom 20. zum 21. April 1945 wurde das  Konzentrationslager Aufkirch bei Überlingen in einer Nacht-und-Nebel-Aktion aufgelöst. Die dort untergebrachten 800 Häftlinge mussten für die Rüstungsindustrie kilometerlange Stollen in die Felsen hauen.

Noch im Juni 1944 wurde das KZ Aufkirch als Außenstelle des KZ Dachau errichtet. Häftlinge sollten dort den Moalssefelsen bei Goldbach aushöhlen, sodass die Rüstungsindustrie von Friedrichshafen im Stollen, geschützt vor Bombenangriffen, weiterproduzieren könnte. Dazu kam es aber wegen des Kriegsendes nicht mehr.

SWR-Reporterin Annette Schwenck hat mit Rosemarie Bauer gesprochen. Sie hat als 11-Jährige gesehen, wie die Häftlinge Tag für Tag härteste Arbeit verrichten mussten. Besonders beeindruckt hat sie, wie sich die Häftlinge für die versteckt platzierten Lebensmittelhilfen der Bevölkerung auch noch - genauso versteckt - nach ihren Möglichkeiten bedankten.

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Goldbacher Stollen in Überlingen - Reste des KZ Aufkirch. (Foto: Pressestelle, Oswald Burger)
Eine Lore ist der einzige Originalgegenstand, der vom Bau des Goldbacher Stollens erhalten ist. Man hat sie im Bodensee entdeckt und geborgen. Pressestelle Oswald Burger

Alle Beiträge zu 75 Jahre Kriegsende

Franzosen haben dem Opa die Sackuhr weggenommen Er hat das Kriegsende als Achtjähriger in Fronreute-Baienbach erlebt

Josef Schnetz war gerade acht Jahre alt, als der Krieg zuende war. Er lebte auf dem Bauernhof seiner Eltern in Fronreute-Baienbach (Kreis Ravensburg). Heute ist der Hof noch immer sein Zuhause.  mehr...

Nonnen von Nazis aus Kloster vertrieben Bunker für Kellenrieder Klosterschwestern und Bauern

Die Nonnen vom Kloster Kellenried bei Berg (Kreis Ravensburg) wurden von den Nazis vertrieben. Nur 13 blieben in der Nähe auf einem Bauernhof. Bauern und Nonnen hofften gleichermaßen auf das Kriegsende, doch man wusste auch nicht, wie sich die Besatzer verhalten würden. Deshalb gruben zwei junge Burschen einen Schutzbunker für die Bauern und die Nonnen.  mehr...

Major widersetzt sich Nazi-Befehlen Die "Muna" in Urlau bei Leutkirch

"Muna" steht für Munitionsanstalt Urlau. Dort lagerten gegen Ende des Zweiten Weltkriegs 10.000 Tonnen Giftgas. Diese Kampfstoffe sollten in die Luft gesprengt werden.  mehr...

Industriestadt an der Grenze zur Schweiz Kriegsende mit Diplomatie in Singen am Hohentwiel

Die Industriestadt Singen am Hohenwiel wurde ab Dezember 1944 mehrfach bombardiert. Trotzdem bewachten SS-Leute die Stadt kurz vor Kriegsende streng. Sie drohten jedem, der mit den herannahenden Franzosen Kontakt aufnehmen würde, mit Erschießung.  mehr...

Hilde Haller erinnert sich an das Kriegsende Alliierte in Ravensburg mit Blumen empfangen

In Ravensburg endete der Krieg am 28. April 1945. Die Franzosen kamen mit Panzern angefahren und übernahmen die Stadt. Die heute 87-jährige Hilde Haller erzählt, wie sie den Einmarsch als 12-Jährige erlebt hat.  mehr...

Erinnerung an Josef Lutz und Michael Maischberger Der "Schwarze Freitag" von Leutkirch

Ende April 1945 rückten französische Truppen auf Leutkirch im Allgäu zu. Sie forderten die Leutkircher auf, den Weg in die Stadt frei zu machen, sonst würde sie dem Erdboden gleich gemacht. Doch ein paar Nazis und SS-Leute wollten sich noch immer nicht ergeben.  mehr...

Ausflug in die heile Welt für einen Tag Die "Schweizer Kinder" aus Oberschwaben

Kurz nach Kriegsende nahmen Schweizer Familien Kinder aus Oberschwaben und dem Allgäu für einen Tages bei sich auf, um sie aufzupäppeln. Mehr als  6.000 Kinder konnten an diesem Ausflug teilnehmen.  mehr...

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