Ein Lokführer sitzt im Zug-Cockpit und steuert den Zug über die Schienen. (Foto: SWR)

Höhere Kosten für Ausbau erwartet

Bodenseegürtelbahn: Kreistag des Bodenseekreises fordert mehr Geld vom Land

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In einem Brief will der Bodenseekreis das Land dazu auffordern, den Ausbau und die Elektrifizierung der Bodenseegürtelbahn finanziell stärker zu unterstützen. Sonst drohe das Aus.

Bei seiner Sitzung am Dienstag befasste sich der Kreistag des Bodenseekreises mit den weiteren Plänen zum Ausbau der Bodenseegürtelbahn. Finanziell beteiligt am Ausbau und der Elektrifizierung der Bodenseegürtelbahn sind anliegende Gemeinden, der Kreis Konstanz, der Bodenseekreis sowie das Land. Von den Kosten der beiden ersten Planungsphasen haben die Kommunen laut Kreisverwaltung 75 Prozent getragen.

Preissteigerungen nicht eingepreist

So gehe es nicht weiter, machten zahlreiche Kreisräte in der Sitzung am Dienstag deutlich. Das Land müsse künftig deutlich mehr Mittel einbringen, forderte zum Beispiel die SPD. Andernfalls drohe dem Ausbau der Bodenseegürtelbahn das Aus.

Rund 350 Millionen Euro waren für das Projekt zunächst veranschlagt. Durch die Preissteigerungen im Baugewerbe müsse man nun mit deutlich höheren Kosten rechnen, sagte Landrat Lothar Wölfle (CDU) in der Kreistagssitzung.

Zusagen in Koalitionsvertrag einhalten

Das Projekt sei ein Jahrhundertprojekt und nicht nur die Erfüllung eines Fünf-Jahres-Planes, so die SPD-Fraktion im Kreistag in ihrer Sitzungsvorlage. Daher müsste die grün-schwarze Landesregierung auch bei der Planung die Ziele ihres eigenen Koalitionsvertrages erfüllen. Das bedeute, auch eine Verdopplung der Züge als Grundlage zu nehmen, so der Kreistagsbeschluss.

Zudem äußerten einige Kreisrätinnen und Kreisräte den Wunsch, mehr von der Deutschen Bahn über die Planungen informiert zu werden. Man wolle nicht nur Geldgeber sein, sondern mitgestalten, hieß es in der Kreistagssitzung.

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