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Der Landkreis Biberach erhält knapp 86.000 Euro vom Bund für die Digitalisierung historischer Zeitungen. Sie soll im kommenden August abgeschlossen sein.

Historische Zeitungen seien eine äußerst wertvolle Quelle - zum Beispiel für die Heimatforschung, so das Biberacher Landratsamt in einer Mitteilung. Deshalb sollen die Zeitungen künftig kostenlos im Internet zur Verfügung stehen.

Älteste Zeitung von 1780

Die älteste Zeitung im heutigen Landkreis gebe es in Riedlingen. Sie wurde ab 1780 gedruckt und ist bereits digitalisiert. In Biberach erschien ab 1870 der "Anzeiger fürs Oberland", in Laupheim seit 1851 der "Verkündiger". Neben diese amtlichen Mitteilungsblätter gab es in kleineren Städten eigene Publikationen: In Bad Buchau ab 1883 das "Wochenblatt", in Ochsenhausen seit 1900 den "Rottum-Bote", in Bad Schussenried seit 1908 den "Schussen-Bote".

Das „Biberacher Amts- und Intelligenzblatt“ meldete 1848 auch die für das Königreich Württemberg erklärte Pressefreiheit. (Foto: Landratsamt Biberach)
Das "Biberacher Amts- und Intelligenzblatt" meldete 1848 auch die für das Königreich Württemberg erklärte Pressefreiheit. Landratsamt Biberach

400.000 Zeitungsseiten

Jetzt sollen Zeitungen aus dem 19. Jahrhundert aus Laupheim, Biberach, Bad Buchau, Ochsenhausen und Bad Schussenried folgen. Sie seien in den Archiven sehr gefragt, aber bisher mühsam durchzusehen. Im Internet könnten sie digitalisiert nach Stichwörtern durchsucht werden. Insgesamt handelt es sich um 285 Bände mit rund 65.000 Ausgaben auf gut 400.000 Seiten Zeitung.

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