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Im Prozess um sechs Raubüberfälle mit gefährlicher Körperverletzung auf Geschäfte in Konstanz hat der Angeklagte die Taten eingestanden. Das ließ der sogenannte "Feierabend-Räuber" vor dem Landgericht Konstanz über seinen Verteidiger mitteilen.

Der 38-jährige Angeklagte gab über seinen Verteidiger zu, sechs Geschäfte in Konstanz im vergangenen Frühsommer überfallen zu haben. Dabei verletzte er die Angestellten zum Teil erheblich. Eine Kassiererin, die vor Gericht als Zeugin aussagte, berichtete, sie habe während des Überfalls Todesangst gehabt und leide noch immer unter dem Erlebten. Eine Entschuldigung des Täters, die er über seinen Verteidiger ausrichten ließ, nahm sie nicht an.

"Mir wird immer noch kurz vor Ladenschluss mulmig, wenn sich jemand komisch verhält. Dann bekomme ich heute noch Panik."

Zeugenaussage einer Kassiererin, Konstanz

Zum Motiv hieß es, der Angeklagte habe dringend Geld gebraucht, um seine Drogen- und Alkoholsucht zu finanzieren. Zuvor hatte er durch die Corona-Krise seinen Job verloren.

Erbeutetes Geld für Drogen ausgegeben

Insgesamt erbeutete er rund 8.000 Euro. Das Geld habe er sofort für Drogen und Alkohol ausgegeben, so der Verteidiger. Bei seinen Überfällen war er immer auf eine ähnliche Weise vorgegangen. Er war immer bewaffnet, floh meistens mit dem Fahrrad und er kam immer kurz vor Feierabend. Gefasst wurde er nach einem Überfall auf einen Baumarkt im Konstanzer Industriegebiet.

Urteil gegen "Feierabend-Räuber" wird erwartet

Am Freitag wird das Urteil gegen den sogenannten "Feierabend-Räuber" erwartet. Die Mindeststrafe liege bei drei Jahren Gefängnis, die Höchststrafe bei 15 Jahren, so die Staatsanwaltschaft. Alles dazwischen sei möglich. Inwieweit sich sein Geständnis auf die Strafe auswirke, sei unklar.

Konstanz

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