Playmobil-Ausstellung Konstanz (Foto: SWR)

Spielerisch mehr über Geschichte erleben

Playmobilausstellung zu Burggeschichten im ALM Konstanz

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Bereits zum zwölften Mal zeigt das Archäologische Landesmuseum Konstanz eine Ausstellung, die Geschichte mit Hilfe von Playmobil darstellt. Diesmal lautet das Motto "Burggeschichten".

Playmobil-Figuren erzählen Burggeschichten von der frühkeltischen Zeit bis ins Mittelalter. Die Ausstellung startet im sechsten Jahrhundert vor Christus und führt bis zum 15. Jahrhundert nach Christus. Von der keltischen Höhensiedlung Heuneburg (Kreis Sigmaringen) über eine Befestigungsanlage bis hin zu einer hochmittelalterlichen Burg ist alles dabei. Die Figuren zeigen dabei die Lebensweise der damaligen Zeit auf und vermitteln Wissen, wie ein Wimmelbild aus kleinen Plastikfiguren.

Wahrheitsgetreu bis ins Detail

Bis ins Detail werden die Burggeschichten authentisch dargestellt. So trägt der keltische Ritter keine Rüstung und die hochmittelalterliche Burg, auch Motte genannt, ist klassischerweise auf einem Erdhügel errichtet worden. In den Landschaften aus Spielfiguren verstecken sich aber auch Gegenstände, die nicht in die Zeit passen. Wer aufmerksam ist, findet sie.

Playmobil Ausstellung Archäologisches Landesmuseum Konstanz (Foto: SWR, Eichenhofer)
Von der keltischen Heuneburg über die Befestigungsanlagen "Burgus" und die Hochmittelalterlichen "Motten" mit Turm bis zur imposanten "Spornburg": Die Miniatur-Ausstellung zeigt die Entwicklung der Burgen über 2.000 Jahre. Eichenhofer Bild in Detailansicht öffnen
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Kultischen Handlungen maßen die Kelten viel Bedeutung bei. Eichenhofer Bild in Detailansicht öffnen
Der Alltag im keltischen Dorf. Eichenhofer Bild in Detailansicht öffnen
Werkzeug- und Waffenherstellung der Kelten. Eichenhofer Bild in Detailansicht öffnen
Ob die Kinder im 4. Jahrhundert v. Chr. schon Fußball gespielt und sich mit einem Megafon angefeuert haben? Die Besucher und ihre Kinder dürfen das herausfinden. Die Playmobilausstellungen des Archäologischen Landesmuseums sind immer mit kleinen Fehlern gespickt. Eichenhofer Bild in Detailansicht öffnen
Was hängt da im Vordergrund an der Hauswand? Mal eben zum Briefkasten gehen? Hat man sich vor 2.000 Jahren schon Briefe geschrieben und verschickt? Knifflige Fragen warten auf die Kids. Eichenhofer Bild in Detailansicht öffnen
Eine "Burgus" von der unser Wort Burg abgeleitet ist, diente im vierten Jahrhundert n. Chr. als Befestigungsanlage des römischen Militärs. Eichenhofer Bild in Detailansicht öffnen
Angreifer haben es auf das Getreidelager des "Burgus" abgesehen. Eichenhofer Bild in Detailansicht öffnen
Im elften Jahrhundert, also im Hochmittelalter, wurden Türme auf künstlichen Hügeln, genannt "Motten", errichtet. Hier lebte der Landadel. Von der Erhebung und dem Turm aus hatten sie einen guten Überblick über ihre Ländereien. Eichenhofer Bild in Detailansicht öffnen
Auch Motten waren durch einen Wassergraben geschützt. Ob sich allerdings unter der Brücke ein Krake häuslich eingerichtet hatte? Schon wieder eine dieser Fragen für die Kleinen. Franziska Deubel Bild in Detailansicht öffnen
Mit viel Liebe zum Detail ist das Alltagsleben des elften Jahrhunderts nachgestellt worden. Eichenhofer Bild in Detailansicht öffnen
Verteidigung einer Burg aus dem 15. Jahrhundert. Eichenhofer Bild in Detailansicht öffnen
John Lennon wirbt für "Love and Peace". Er gehört zwar nicht ins 15. Jahrhundert. Das Motto sollte aber zu allen Zeiten hochgehalten werden. Bild in Detailansicht öffnen

Themenjahr Mittelalter

Nicht nur Burggeschichten aus Playmobil soll es dieses Jahr im Archäologischen Landesmuseum zu sehen geben. Am 9. Juli öffnet die Sonderausstellung "Mittelalter am Bodensee: Wirtschaftsraum zwischen Alpen und Rheinfall". Hier soll das Thema Mittelalter weiter vertieft werden.

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