Kirschen vom Bodensee (Foto: SWR, Karin Wehrheim)

Landwirte erwarten gute Erträge

Kirschernte am Bodensee und in Oberschwaben läuft

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Am Bodensee und in Oberschwaben haben die ersten Landwirtinnen und Landwirte mit der Kirschernte begonnen. Sie erwarten teils gute Erträge.

So ist beispielsweise Florian Fuchs aus Konstanz-Dingelsdorf mit dem diesjährigen Wetter für seine Kirschen sehr zufrieden. Nur bei einer der späten Kirschsorten werde er wegen Frostes im Frühjahr leichte Einbußen haben, sagte er auf SWR-Anfrage.

Kirschessigfliege ist weiter ein Problem

Auch Martin Nüberlin aus Lindau blickt positiv auf die beginnende Kirschsaison. Durch die Überdachungen seien die reifen Früchte vor Regenschauern geschützt. Die größte Gefahr für seine Ernte stelle die Kirschessigfliege dar. Sie legt ihre Eier in das süße Fruchtfleisch und verdirbt dadurch die Kirschen.

Anfang April war Nachtfrost von bis zu minus sechs Grad am Bodensee gemessen worden. Trotzdem fielen die Schäden für den Obstanbau nicht so gravierend aus, wie zunächst befürchtet. Obstbauer Thomas Romer hatte in Konstanz-Litzelstetten mehr als 130 Frostkerzen aufgestellt, um so seine Kirschbäume vor dem Frost zu schützen. Andere Kulturen habe er dreifach abgedeckt, so der Obstbauer damals.

Im vergangenen Jahr hatte die Kirschernte am Bodensee bis zu drei Wochen später begonnen als üblich. Grund waren Kälte und Hagel in Frühsommer. Die Ernte fiel unterdurchschnittlich aus.

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