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Nach der Schließung eines Kindergartens in Friedrichshafen wegen 40 Fällen von Fieber bei Kindern, erklären Gesundheitsamt und Träger, dass es sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme handle. Es bestehe kein Verdacht auf Corona.

Dass der Kindergarten für zwei Tage geschlossen bleibe, sei keine Anordnung der Behörden, betonte der Träger, die Katholische Kirche, gegenüber dem SWR. Man habe schlicht keinerlei Risiko eingehen wollen, obwohl es keine Anhaltspunkte gebe, dass es sich um einen Corona-Ausbruch handle.

Für Behörden keinen Anlass für Corona-Tests

Das Gesundheitsamt im Bodenseekreis erklärte in einer Stellungnahme, die Entscheidung Kinder auf das Virus testen zu lassen liege zunächst beim behandelnden Arzt. Für die Behörde gebe es derzeit keinen Anlass, Tests anzuordnen.

Eine solche Anordnung sei außerdem nur unter bestimmten, gravierenden Voraussetzungen möglich. Gehäufte Fälle von Fieber bei kleinen Kindern seien zudem nichts Außergewöhnliches. Das Gesundheitsamt werde aber mit dem Kindergarten in Kontakt bleiben und die Situation gegebenenfalls neu bewerten.

Bereits erste Fiebererkrankungen vor einigen Tagen

Ulrike Weiß vom katholischen Träger des Kindergartens hatte zuvor mitgeteilt, dass es bereits in den vergangenen Tagen vereinzelte Fieber-Erkrankungen unter den insgesamt 67 Kindern in dem Kindergarten gegeben habe. "Das sind sehr ungewöhnliche Zahlen. Das habe ich in 20 Jahren noch nie zuvor erlebt", sagte Weiß.

Zuvor hatte die "Schwäbische Zeitung" berichtet. Die Mitarbeiter sollen zunächst zu Hause bleiben und der Kindergarten in der Zwischenzeit gereinigt werden.

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