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In St. Gallen ist es am Freitagabend zu keinen weiteren Ausschreitungen oder Sachschäden gekommen. Zuvor war in sozialen Medien zum vierten Mal innerhalb von zwei Wochen zu Gewalt aufgerufen worden.

Laut Polizei gab es aber erneut 90 Platzverweise. Zum Teil waren Menschen aus Bern oder Luzern angereist. Bei rund 40 Personenkontrollen, von zum Teil Minderjährigen, wurden zudem eine Schreckschusswaffe, Vermummungsmaterial und diverse Betäubungsmittel sichergestellt.

Ein ruhiger Abend in St. Gallen. Es hat keine weiteren Ausschreitungen gegeben. (Foto: Pressestelle, Stadtpolizei St. Gallen)
Der Freitagabend verlief aus Sicht der Polizei mehrheitlich ruhig. Pressestelle Stadtpolizei St. Gallen

Stadtpolizei St. Gallen war vorbereitet

Die Polizei hatte für Freitagabend mit weiteren Ausschreitungen gerechnet. Es habe Aufrufe zu Gewalt im Internet gegeben. Man sei entsprechend vorbereitet gewesen, so die Polizei.

"Der Freitagabend verlief aus Sicht der Polizei mehrheitlich ruhig und es kam weder zu Ausschreitungen noch zu Sachbeschädigungen."

Stadtpolizei St. Gallen

Stadt schrieb Brief an Bundesrat

Mit einem Schreiben an die Bundesrätin für Justiz und Polizei hatte die Stadt St. Gallen zuvor auf ihre Situation aufmerksam gemacht. Der Unmut der Jugendlichen über die Corona-Beschränkungen könne nicht lokal gelöst werden, sagte Sonja Lüthi, die Direktionsvorsteherin Soziales und Sicherheit bei der Stadt St. Gallen gegenüber dem SWR.

Stadt appelliert an Jugendliche

Bei politischen Entscheidungen über Corona-Maßnahmen sollen die Bedürfnisse von Jugendlichen mehr bedacht werden. Die Stadt appelliert an die Jugendlichen, den neuen Gewaltaufrufen für dieses Wochenende nicht zu folgen. In den vergangenen Wochen war es in St. Gallen zu Krawallen gekommen. Es entstand Sachschaden von insgesamt mehr als 150.000 Franken.

St. Gallen

Nach erneuten Aufrufen zu Gewalt Polizei verhindert am Ostersonntag Ausschreitungen in St. Gallen

Nach erneuten Aufrufen zu Gewalt über soziale Medien hat die Stadtpolizei St. Gallen am Sonntagabend nach eigenen Angaben Ausschreitungen verhindert. Zuvor war es zu wiederholt zu Randalen gekommen.  mehr...

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