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Elf Kälber haben auf einem Pensionshof in Mengen (Kreis Sigmaringen) ein neues Zuhause gefunden. Ein Jugendlicher aus Konstanz hatte im November insgesamt 40 Tiere im Internet bestellt.

Die meisten der Kälber sind mittlerweile gestorben. Die verbliebenen elf waren bisher in der Obhut des Veterinäramtes. Das Amt hat die Kälber nun Tierschützern von "Animal Pride" geschenkt. Diese wollen die Tiere vor der Schlachtung retten. Die Kälber sind jetzt auf einem Pensionshof in Mengen im Kreis Sigmaringen untergebracht worden. Der Betreiber wird sich um die Tiere kümmern. Die Kosten übernehmen "Animal Pride" und Paten für die elf Kälber. Pro Kalb und Monat sind das etwa 100 Euro.

Dauer

Kälber in Konstanz wurden nicht versorgt

Im November hatte ein 17-Jähriger aus Konstanz die 40 Kälber für 1.000 Euro im Internet bestellt. Der Jugendliche soll sich aber nicht richtig um die damals zwei bis sechs Wochen alten Tiere gekümmert haben. Laut Polizei ließ er sie ohne Futter und Wasser auf einem leerstehenden Aussiedlerhof im Konstanzer Ortsteil Dettingen zurück. Die meisten verendeten oder mussten zwischenzeitlich eingeschläfert werden.

Verwahrloste Kälber in einer Scheune in Konstanz-Dettingen (Foto: privat (Archivbild))
Völlig verwahrlost wurden die Kälber im November auf einem leerstehenden Hof in Konstanz gefunden. Zwei Kälbchen waren bereits tot. privat (Archivbild)

Überlebende Kälber wurden aufgepäppelt

Den elf überlebenden Kälbern geht es mittlerweile besser. Sie wurden in den vergangenen Wochen auf einem Hof in Konstanz aufgepäppelt. Gegen den jugendlichen Käufer, den Händler und den Lieferanten wird noch ermittelt. Warum sich der Jugendliche die Tiere kaufte, ist unklar.

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