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Archäologen haben in Alleshausen (Kreis Biberach) 6.000 Jahre alte Siedlungsspuren entdeckt. Laut Landesamt für Denkmalpflege wurden sie bereits 2019 geborgen und in den vergangenen Monaten untersucht.

Die archäologischen Funde waren 2019 bei Bauarbeiten für ein Regenrückhaltebecken aufgefallen, wie das Landesamt für Denkmalpflege (LAD) in Stuttgart mitteilte. Im Juli und November dieses Jahres wurden sie dann weiter gesichert und untersucht.

Funde aus unterschiedlichen Zeitaltern und Epochen

Die Fundstelle der Siedlungsspuren sei am Ufer eines ehemaliges Sees. Die Experten des LAD fanden unter anderem Spuren einer Zaunstruktur aus dem 16. und 17. Jahrhundert, die der alten Uferlinie des Sees folgen, sowie Knochen und Geweihe. Der Großteil des sehr umfangreichen Fundmaterials ist nach Angaben der Experten des LAD etwa 6.000 Jahre alt.

Wohl gesamtes Federseebecken besiedelt

Aus dieser Zeit waren bisher kaum Funde vom Federsee bei Alleshausen bekannt. Die Fundstelle mache deutlich, dass die jungsteinzeitliche Siedlungslandschaft sich nicht auf die heute noch erhaltenen Moorsiedlungen begrenze, sondern das ganze Federseebecken inklusive der umgebenden mineralischen Rücken vermutlich fast durchgehend besiedelt war, teilte das Regierungspräsidium mit.

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