Steinpilze, die in einem Wald wachsen (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa-Zentralbild/Patrick Pleul (Symbolbild))

Wegen Hitze und Trockenheit

Kaum Speisepilze in der Region Bodensee-Oberschwaben

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In den Wäldern der Region Bodensee-Oberschwaben sprießen aktuell nur wenige Speisepilze. Schuld daran sind laut Pilzexperten die hohen Temperaturen und die anhaltende Trockenheit.

Viele Pilzsammler könnten in diesem Jahr in der Region Bodensee-Oberschwaben leer ausgehen, denn derzeit wachsen in den Wäldern nur sehr wenige Speisepilze. Gründe dafür seien die hohen Temperaturen der vergangenen Wochen und die Trockenheit, heißt es von Experten. Von Mitte August bis Ende Oktober haben die Speisepilze eigentlich Hauptsaison. In dieser Zeit wachsen beispielsweise die beliebten Champignons, Pfifferlinge und Steinpilze. Bisher ist davon in diesem Jahr nichts zu sehen.

Natur bräuchte langanhaltenden Regen

Damit die Pilze wachsen können, brauchen sie Zucker von den Bäumen. Doch denen fehlt der Regen. Deshalb ist die dafür notwendige Symbiose zwischen Bäumen und Pilzen nicht möglich. Nötig seien mindestens vier bis fünf Tage langanhaltender Regen, sagt der Konstanzer Pilz-Sachverständige Uwe Winkler. Dann könnten die Pilze in etwa einer Woche wachsen.

Bäume in Vorwinterruhe

Der Pilzexperte ist skeptisch. Da die Bäume bereits Blätter abwerfen, könnten sie schon in Vorwinterruhe gehen, sagt er. Dann würde die Pilz-Saison in diesem Jahr komplett ausfallen. 

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