Nostalgie mit "Mister Zeppelin"

Manfred Sauter - der Zeppeliner aus Friedrichshafen

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Manfred Sauter lebt seit mehr als 50 Jahren im Zeppelindorf in Friedrichshafen. Keiner kennt sich so gut aus in der Wohnsiedlung. Nicht umsonst hat er den Spitznamen "Mister Zeppelin".

Der 86-Jährige Manfred Sauter hat sein ganzes Arbeitsleben bei der Firma Zeppelin verbracht, bis zum Prokuristen hat er sich hochgearbeitet. Im Zeppelin-Dorf ist er so etwas wie "das Gedächtnis". Manfred Sauter weiß alles über die legendären Luftschiffe, über die Firmenentwicklung, über das Zeppelindorf. Das hat ihm den Spitznamen "Mister Zeppelin" eingebracht.

Schon der Großvater und der Vater von Manfred Sauter haben für Zeppelin gearbeitet. Manfred hatte schon früh den Wunsch, auch ein Zeppeliner zu werden. In frühen Erinnerungen geht es um die Zeppelin-Tragödie in Lakehurst von 1937, als das Luftschiff Hindenburg Feuer fing.

"Ich weiß, dass die Mama damals sagte, 'unser Schiff ist verbrannt'."

Die Mitarbeiter hätten sich damals enorm mit der Firma identifiziert, erzählt Sauter. Und auch heute noch drehen sich die Gespräche beim Stammtisch-Treffen im Dorfkrug, der Zeppelindorf-Kneipe, häufig um die Firmen, die aus dem Zeppelinbau der frühen Zwanzigerjahre entstanden sind. Schon vor 70 Jahren feierte Manfred Sauter im Dorfkrug seine Lehrlingsprüfung, erzählt er.

Mit seiner Frau Elisabeth ist er inzwischen einer der ältesten Bewohner des Dorfes. Gemeinsam genießen sie den typisch großen Garten, auch wenn die Arbeit darin langsam beschwerlich wird. Und sein Bier trinkt der Zeppeliner mit Leib und Seele nur aus dem Zeppelin-Krug.

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