STAND

Sie ist Galeristin, Künstlerin, Gründerin mehrerer Kunstschulen, Gründerin und Mitgründerin von Galerien und Museen. Nun hat Dorothea Schrade ein Buch über ihr Leben geschrieben. Auch mit 77 Jahren entwickelt sie noch immer enorme Schaffenskraft in ihrer Wahlheimat Leutkirch-Diepoldshofen (Kreis Ravensburg).

Seit 2005 lebt Dorothea Schrade im umgebauten, historischen Pfarrhaus in Diepoldshofen, ihr Atelier ist gleich um die Ecke im alten Gasthaus Adler. Das Alte Dorfgasthaus ist inzwischen auch Treffpunkt für Künstlerinnen und Künstler und Veranstaltungsort.

Das Allgäu ist zur Heimat geworden

Geboren in Reutlingen, studiert in Stuttgart, ist sie schließlich ins Allgäu gezogen: Wangen, Kißlegg und schließlich nach Diepoldshofen. In Kißlegg hat sie mit ihrem damaligen Mann die Schlosshofgalerie gegründet und viele Jahre dort gelebt.

Nach Kißlegg habe sie etwas Sorge gehabt, sich wieder im Allgäu niederzulassen, erzählt die Künstlerin. Der Ort sei ihr immer etwas fremd geblieben, sie sei dort immer der "bunte Hund" gewesen. In ihrer jetzigen Umgebung in Diepoldshofen fühlt sie sich heimisch, hier habe sie eine aufgeschlossene Gesellschaft vorgefunden. SWR-Moderatorin Thea Thomiczek hat sie gefragt, wie sie in dem Teilort von Leutkirch mit nur 600 Einwohnern lebt und was ihr an der ländlichen Region gefällt.

Ein Leben für die Kunst

Die Künstlerin und Galeristin Dorothea Schrade kann auf ein rühriges Leben zurückblicken. Viele alte Häuser und Schlösser hat die 77-Jährige übernommen und - anfangs mit ihrem ehemaligen Mann Ewald Schrade – renoviert, umgebaut, manche bezogen oder zu Kunsthäusern und Galerien umgestaltet. Ihr erstes Projekt war 1973 die Kißlegger Schloßhofgalerie.

Corona hat auch das Leben der Künstlerin und Galeristin verändert. Ein vierteljahrlang habe sie ganz konzentriert gearbeitet, geradezu rauschhaft gemalt. Das hat sie nun auf die Idee gebracht, zukünftig wieder mehr Bilder von sich in ihren Galerien auszustellen.

Launisches Glück

In ihrem gerade erschienen Buch erzählt Dorothea Schrade Episoden aus ihrem Leben. Der Leser erfährt auch, warum sie zum Beispiel Butterbirnen so liebt. Moderatorin Thea Thomiczek hat sie schließlich noch gefragt, wie es zu dem Titel ihres Buches kam. Darin bezeichnet sie die Glücksgöttin Fortuna als "Luder". Das Glück sei launisch, sagt Schrade, sie selbst sei aber ein optimistischer Mensch:

"Ich bin bestimmt mit einer Glückshaut geboren. Und wenn ich kein Glück habe, schaffe ich es, die Dinge so hinzubiegen, dass sie für mich was Gutes sind."

Dorothea Schrade

Bei der enormen Schaffenskraft und der Experimentierfreude von Dorothea Schrade, die auch mit 77 Jahren noch nicht an den Ruhestand denkt, ist ihr Optimismus sicher hilfreich.

Frühere Gäste der Serie "Im Gespräch"

Gesundheitsamt Biberach im Dauerstress Im Gespräch: Monika Spannenkrebs

Monika Spannenkrebs ist Leiterin des Kreisgesundheitsamtes in Biberach. Vor Kurzem hatte sie mit ihrem Team einen dramatischen Anstieg der Corona-Infektionszahlen zu bewältigen. Wie sehr die Pandemie sie alle fordert, erzählt sie im SWR-Gespräch.  mehr...

Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung Im Gespräch: Corinna Mader aus Weingarten

Corinna Mader arbeitet bei der "Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung" (EUTB) in Weingarten. Dort werden Menschen mit Behinderung von Menschen mit Behinderung dabei unterstützt, die richtigen Hilfen zu bekommen.  mehr...

Forschen gegen Klimaerwärmung Im Gespräch: Maike Sippel von der HTWG Konstanz

Maike Sippel ist Professorin an der HTWG, der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Gestaltung in Konstanz. Sie lehrt und forscht zum Thema Nachhaltigkeit. Wichtig ist ihr dabei die praktische Umsetzbarkeit.  mehr...

STAND
AUTOR/IN