LKW-Maut-Symbolbild (Foto: IMAGO, IMAGO / Jochen Tack)

Gebühren steigen auf das Doppelte

IHK Bodensee-Oberschwaben kritisiert Erhöhung der Lkw-Maut

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Nadine Ghiba
SWR-Redakteurin Nadine Ghiba Autorin Bild  (Foto: SWR)

Ab Freitag gilt die Erhöhung der Lkw-Maut. Sie enthält jetzt einen Aufschlag für den Ausstoß von CO2. Das heißt vor allem für Spediteure: höhere Kosten.

Die IHK Bodensee-Oberschwaben kritisiert die jüngste Erhöhung der Lkw-Maut. Sie ist am Freitag in Kraft getreten und bedeute für viele Transportunternehmen deutlich höhere Kosten, so die IHK Bodensee-Oberschwaben.

CO2-Gebühr sorgt für großen organisatorischen Aufwand

Teurer ist die Lkw-Maut, weil sie jetzt einen Aufschlag für den Ausstoß des klimaschädlichen Kohlendioxids enthält. Die CO2-Komponente ist eine Vorgabe der EU, erklärt Bettina Wolf, Verkehrsreferentin der IHK Bodensee-Oberschwaben. In Deutschland sei sie jedoch recht hoch. Transportunternehmen müssten nun mit doppelt so hohen Kosten rechnen. Und bekommen zum Schluss alle zu spüren: Über kurz oder lang würden die Unternehmen die zusätzlichen Kosten auf die Verbraucher abwälzen, so Wolf.

Hinzu steigt der organisatorische Aufwand: Denn jeder Lkw muss einzeln registriert und einer Emissionsklasse zugeordnet werden. Bei einigen großen Spediteuren aus der Region hat sich Resignation breit gemacht. Man könne ohnehin nichts mehr dagegen tun, sagten sie dem SWR. 

Bund will mehr E-Laster auf den Straßen

Mit der Erhöhung der Lkw-Maut will die Bundesregierung einen Schritt in Richtung Klimaziele gehen. Sie will Unternehmen dazu bewegen, künftig auf E-Laster umzusatteln, weiß Bettina Wolf von der IHK Bodensee-Oberschwaben. Das sei aktuell aber noch nicht realistisch. Es gebe aktuell zu wenige E-Laster auf dem Markt zu kaufen, außerdem mangele es an Ladestationen, so Wolf.

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