STAND

Der Verband der Energie- und Wasserwirtschaft warnt vor Pflanzenschutzmitteln im Grund- und Oberflächenwasser. Auch in der Bodensee-Region wurden Chemie-Rückstände gefunden.

Untersuchungen des Verbands haben ergeben, dass in 60 Prozent der 2.000 Messstellen in baden-württembergischen Wasserschutzgebieten Rückstände von Pflanzenschutzmitteln gefunden wurden. Betroffen sind auch alle Landkreise der Region Bodensee-Oberschwaben. Aber in unterschiedlicher Konzentration.

Keine Rückstände in Trinkwasser

In insgesamt sieben Wasserschutzgebieten überstiegen die Werte sogar die zulässigen Grenzwerte. Das war bei drei im Kreis Konstanz, zwei im Bodenseekreis und jeweils einem Wasserschutzgebiet in den Landkreisen Biberach und Ravensburg der Fall. Im Trinkwasser wurden jedoch keine Chemikalien gefunden, sondern nur in Proben der Wasserressourcen, die zur Trinkwassergewinnung genutzt werden, teilte ein Sprecher des Verbandes der Energie- und Wasserwirtschaft mit. Die Wasserversorger bereiten das Wasser zu Trinkwasser auf und filtern Stoffe wie Pflanzenschutzmittel heraus.

Verband fordert weniger Chemie von Industrie und Landwirten

Der Verband fordert Landwirte, die Pharmabranche und die chemische Industrie auf, sich als Verursacher an der Wasseraufbereitung finanziell zu beteiligen, falls es nicht gelinge, den Chemie-Anteil im Wasser zu senken.

STAND
AUTOR/IN