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Der Autozulieferer ZF will trotz niedrigerer Gewinne keine Stellen an deutschen Standorten streichen. Stattdessen setzt das Unternehmen auf flexible Maßnahmen zur Kosteneinsparung.  

Der Jahresumsatz für 2019 stagniere bei knapp 37 Milliarden Euro auf Vorjahresniveau. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern werde voraussichtlich deutlich niedriger ausfallen als die im Vorjahr erwirtschafteten 2,1 Milliarden Euro, so ZF-Vorstandschef  Wolf-Henning Scheider. Diese Entwicklung werde mindestens zwei Jahre andauern. Der Autobilmarkt sei weltweit rückläufig.

Keine Stellenstreichungen bei ZF in Friedrichshafen

Dennoch verzichte ZF, im Gegensatz zu Mitbewerbern wie Bosch und Conti, auf Stellenstreichungen. Man wolle mit flexiblen Maßnahmen  wie Arbeitsstundenreduzierungen und zusätzlichen Werksschließtagen Kosten sparen.

"Unsere Abhängigkeit vom Verbrennungsmotor ist im Vergleich zu manch anderem geringer."

ZF-Chef Wolf-Henning Scheider

Kurzarbeit langfristig möglich

Nach SWR-Informationen aus Mitarbeiterkreisen sind für das kommende Jahre 15 Werkschließtage angeordnet worden. Kurzarbeit sei in den nächsten Wochen zwar kein Thema, könne aber langfristig nicht ausgeschlossen werden, so Vorstandschef  Scheider. An ZF-Standorten in den USA und China haben man aber bereits Mitarbeiter entlassen müssen.

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