Gelobt, gepriesen und vergessen

Das Kunstmuseum Thurgau über die Vergänglichkeit des Ruhms

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Was man im Museum nicht mehr sehen will, kommt ins Depot. Das Kunstmuseum Thurgau hat nun die Werke von 40 zu Unrecht vergessenen Persönlichkeiten der Ostschweizer Kunstszene aus dem Depot geholt.

Landet ein Werk im Museumsdepot, erlischt für viele Künstlerinnen und Künstler der Traum vom Ruhm. Und wenn ein Kunstwerk einmal als uninteressant befunden worden ist, stehen die Chancen schlecht, dass es wieder ans Tageslicht der Galerien gelangt. Für Markus Landert, Museumsdirektor des Kunstmuseums Thurgau in der Kartause Ittingen, ein Fehler.

"Das gesellschaftliche Gedächtnis ist manchmal zu schnelllebig."

Das Kunstmuseum Thurgau zeigt die Werke von 40 zu Unrecht vergessenen Persönlichkeiten der Ostschweizer Kunstszene in einer Ausstellung. SWR-Reporterin Barbara Paul hat sich in der Schau umgesehen.

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Gelobt, gepriesen und vergessen - Von der Vergänglichkeit des Ruhms (Foto: Kunstmuseum Thurgau, Kartause Ittingen)
Martha Haffter, "Badeanstalt Frauenfeld", um 1926, Öl auf Leinwand, 64 x 53 cm Kunstmuseum Thurgau, Kartause Ittingen Bild in Detailansicht öffnen
Emma Bindschedler, "Jenny Hippenmeyer", 1899, Mischtechnik auf Leinwand, 134 x 77.5 cm Pressestelle Kunstmuseum Thurgau, Kartause Ittingen Bild in Detailansicht öffnen
Willi Hartung, "Ascona", 1936 Öl auf Holz, 47 x 55 cm Kunstmuseum Thurgau, Kartause Ittingen Bild in Detailansicht öffnen
August Herzog, "Ermatingen Horn", 1923, Öl auf Leinwand, 69.5 x 91 cm -*- August Herzog (1885 Fruthwilen – 1959 Ermatingen) - Er wuchs in Fruthwilen und in Ermatingen auf. Mit 16 Jahren ging er in die Lehre als Dekorationsmaler und besuchte die Kunstgewerbeschule in Zürich und Basel. In München begann er 1909 das Kunststudium an der Akademie für bildende Künste, das er trotz Unterbrüchen während des 1. Weltkrieges erfolgreich beendete. Bereits im ersten Studiumsjahr stellte er im "Kunstverein München" sowie ab 1914 regelmässige im Glaspalast aus. Ab 1920 feierte August Herzog nicht nur in der Münchner Künstlerwelt grosse Erfolge. Pressestelle Kunstmuseum Thurgau, Kartause Ittingen Bild in Detailansicht öffnen

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