Flugzeugabsturz bei Überlingen (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Rolf Haid)

20 Jahre nach tödlichem Zusammenstoß

Gedenkwoche zur Überlinger Flugzeugkatastrophe geplant

STAND

Der Verein "Brücke nach Ufa" hat erste Pläne zum 20. Jahrestag der Flugzeugkatastrophe von Überlingen vorgelegt. Es soll eine Gedenkwoche mit Hinterbliebenen der Absturzopfer geben.

Geplant sei die Gedenkwoche zum Flugzeugabsturz mit 71 Toten vom 27. Juni bis zum 3. Juli, heißt es von Nadja Wintermeyer, der Vorsitzenden des Vereins "Brücke nach Ufa" auf SWR-Anfrage. Dazu wolle man Hinterbliebene der Absturzopfer aus der russischen Teilrepublik Baschkirien einladen. Dabei soll auch an die, wie es heißt, "positive Rolle der Stadt Überlingen" bei der Betreuung der Angehörigen nach dem Absturz erinnert werden.

Der Verein plant zudem eine Ausstellung mit Bildern und Dokumenten zum Flugzeugunglück. In einer begleitenden Gesprächsrunde sollen auch die Helferinnen und Helfer von Roten Kreuz, Feuerwehr und Polizei über den Absturz sprechen. Des Weiteren ist eine Jugendbegegnung zwischen Schülerinnen und Schülernder Jörg-Zürn-Gewerbeschule Überlingen und dem Gymnasium 39 in Ufa in Vorbereitung.

Katastrophe in Überlingen passierte kurz vor Mitternacht

Das Flugzeugunglück ereignete sich in den späten Abendstunden des 1. Juli 2002. Ein Frachtflugzeug und ein Passagierflugzeug stießen kurz vor Mitternacht in rund elf Kilometern Höhe bei Überlingen zusammen. 71 Menschen kamen ums Leben, darunter 49 Kinder aus der Region Ufa in der russischen Teilrepublik Baschkirien.

Gedenkstätte Flugzeugkatastrophe Überlingen (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Felix Kästle)
Gestaltet wurde das Kunstwerk der Gedenkstätte von Andrea Zaumseil. picture alliance/Felix Kästle

An einer Absturzstelle bei Überlingen, an der damals der Rumpf des Passagierflugzeuges gefunden und viele Tote geborgen wurden, erinnert heute eine Gedenkstätte an das Unglück. Mehrere Stahlkugeln stellen eine zerrissene Perlenkette dar.

STAND
AUTOR/IN