Die Hand eines Babys hält die Hand einer Frau. (Foto: dpa Bildfunk, picture-alliance/dpa, Fabian Strauch)

Begleitung für werdende Eltern

Hebammen wollen Geburtshaus in Ravensburg aufbauen

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In Ravensburg soll auf Initiative einer Hebammenpraxis ein Geburtshaus entstehen. Bis dort die ersten Kinder auf die Welt kommen, dauert es aber noch.

Vermutlich im Sommer 2024 soll die erste Frau ihr Kind im Ravensburger Geburtshaus auf die Welt bringen, heißt es vom Projekt-Team. Das passende Haus in Weißenau bei Ravensburg habe die Praxis "Hebammerei" dafür schon gefunden, erklärt eine der Projektleiterinnen, Antonia Göggerle-Locher: Das ehemalige Waschhaus Weißenau.

Die Stadt Ravensburg stelle der "Hebammerei" das Waschhaus mittels eines Pachtvertrages für mehrere Jahrzehnte zur Verfügung, so Göggerle-Locher. Doch das Gebäude müsse zuerst kernsaniert und umgebaut werden.

Hebammen wollen Umbau teils mit Spenden finanzieren

Für die Sanierung und den Umbau würden insgesamt etwa 1 Million Euro benötigt. Die Hälfte der Summe möchte das Hebammen-Team über Spenden finanzieren. Im kommenden Jahr könnte der Umbau beginnen.

Im künftigen Geburtshaus sollen werdende Eltern nicht nur während, sondern mit Kursen und Seminaren auch vor und nach der Geburt begleitet werden. Bisher können die Hebammen in ihrer Praxis nur Geburten selbst anbieten.

"Die Nachfrage ist jetzt schon sehr groß. Darum brauchen wir künftig mehr Platz."

Das Geburtshaus sei auch darum wichtig für die Region, da es hier bisher eine Versorgungslücke gebe, erklärt die Hebamme. Die nächsten Geburtshäuser liegen beispielsweise in Villingen-Schwenningen und St. Gallen.

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