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Im FSME-Risikogebiet Baden-Württemberg stechen besonders zwei Kreise aus der Region hervor: Ravensburg und Sigmaringen. Im landesweiten Vergleich gehören sie zu den negativen Spitzenreitern.

Im vergangenen Jahr gab es landesweit besonders viele Fälle der Viruserkrankung, die durch Zecken übertragen wird. Deshalb erklärt das Robert Koch Institut (RKI) fast ganz Baden-Württemberg zum FSME-Risikogebiet. Im Kreis Sigmaringen stiegen die FSME-Fallzahlen besonders stark. Während 2019 sieben Fälle gemeldet wurden, waren es im vergangenen Jahr 21.

Im Kreis Ravensburg gab es einen Anstieg von 17 auf 23 FSME-Erkrankungen. Im Kreis Biberach wurden im vergangenen Jahr nur vier Fälle der Krankheit gemeldet, die von Zecken übertragen wird und eine Hirnhautentzündung auslösen kann.

Corona-Maßnahmen als Ursache für den Anstieg

Eine Ursache für den starken Anstieg könne sein, dass sich wegen der Corona-Maßnahmen viele Menschen häufiger im Freien aufgehalten hätten, so das baden-württembergische Sozialministerium. Die FSME-Saison beginnt mit der Aktivität der Zecken im Frühjahr. Der beste Schutz vor einer Infektion sei eine Impfung. 

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