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Die Krise des europäischen Flugzeugherstellers Airbus könnte auch Unternehmen in der Region Bodensee-Oberschwaben treffen. Besonders in Bedrängnis ist Diehl Aviation in Laupheim.

Airbus hat angekündigt wegen der Corona-Krise 15.000 Stellen abzubauen und die Produktionskapazitäten herunterzufahren. Luftfahrtunternehmen in der Region Bodensee-Oberschwaben bangen nun vor den Konsequenzen. Die stellvertretende Betriebsratsvorsitzende, Bianca Flache, von Diehl Aviation in Laupheim (Kreis Biberach) sagte am Donnerstag dem SWR, man hänge am Tropf von Airbus. Von den 2.100 Mitarbeitern sei die Hälfte ohnehin in Kurzarbeit. Kommende Woche soll es Gespräche mit der Geschäftsleitung und dem Konzernvorstand geben.

Umsatzrückgang von bis zu 40 Prozent bei Liebherr Aerospace

Auch bei Liebherr Aerospace Lindenberg ist Kurzarbeit angesagt. Das teilte die Pressesprecherin, Simone Schäfler, von Unternehmensseite mit. Der Standort im Kreis Lindau ist Zulieferer für Flugzeughersteller weltweit und kämpft nach eigenen Angaben mit einem Umsatzrückgang von bis zu 40 Prozent. Airbus Defence and Space in Immenstaad trifft die Luftfahrtkrise nach SWR-Informationen nicht. Der Standort ist im Satellitenbau und in der Wehrtechnik tätig. Schon vor der Corona-Krise war von dem Konzern aber angekündigt worden, am Bodensee in diesen Bereichen Stellen abzubauen. Laut Betriebsrat Christian Birkhofer geht es um knapp 200 Arbeitsplätze.

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