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Der Hauptpreis der Biberacher Filmfestspiele ist in diesem Jahr an den Film "Und morgen die ganze Welt" von Regisseurin Julia von Heinz gegangen. Die Verleihung am Sonntag fand als Online-Event statt.

Mit dem "Goldenen Biber" zeichne die Jury vor allem die schauspielerische Leistung von Mala Emde aus, hieß es am Sonntagabend. Sie spielt in "Und morgen die ganze Welt" eine 20-Jährige, die sich einer Antifa-Gruppe anschließt, um sich der erstarkenden Neonazi-Bewegung entgegenzustellen. Der "Goldene Biber" ist mit 8.000 Euro dotiert. Außerdem erhielt der Film den Preis für den besten Schnitt.

Drei Preise für "Notes of Berlin"

Der mit 2.000 Euro dotierte Publikumspreis ging in diesem Jahr an den Debütfilm "Notes of Berlin" von Regisseurin Mariejosephin Schneider. Der Film, der in 15 skurrilen Begegnungen von Berliner Charakteren erzählt, die man sonst gerne übersieht, sei voller Überraschungen und temporeich, so die Begründung der Jury. Auch der mit jeweils 3.000 Euro dotierte "Schülerbiber" und der Preis für den besten Debütfilm gingen an "Notes of Berlin".

Coronabedingt nur 3.600 Besucher statt 15.000

Insgesamt wurden Preise in neun Kategorien vergeben. Wegen der Corona-Regeln fiel das Biberacher Festival in diesem Jahr deutlich kleiner aus als üblich. Es kamen 3.650 Besucher, üblich waren in den vergangenen Jahren rund 15.000. Die Veranstalter bezeichneten die Filmtage dennoch als Erfolg - auch dank des guten Hygienekonzepts.

"Es war eine Achterbahnfahrt der Gefühle zwischen der Freude, das Filmfest als Präsenzveranstaltung erleben zu können und der Sorge um die immer weiter steigenden Infektions-Zahlen."

Der Vorstand der Biberacher Filmfestspiele in einer Pressemitteilung

Zu sehen waren seit der Eröffnung am Dienstagabend insgesamt 45 Filme in 89 Vorstellungen. Die Preisverleihung am Sonntagabend als Online-Version habe einem deutlich breiteren Publikum Zugang zur sonst geschlossenen Veranstaltung ermöglicht, heißt es in der Bilanz der 42. Filmfestspiele.

Im Video ist die Online-Preisverleihung nachzuschauen. (Foto: Biberacher Filmfestspiele)
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