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Die Festungsruine Hohentwiel bei Singen ist wieder zugänglich. Sie war im April vergangenen Jahres wegen mehrerer Steinschläge geschlossen und saniert worden.



Die Arbeiten dauerten länger und waren komplizierter als ursprünglich gedacht: Mit 26 Felsnägeln, einem Stahldrahtgeflecht von 180 Quadratmetern und einem großen Geröllfangzaun sicherten Spezialisten die Steilhänge entlang der Wege am Hohentwiel. Acht Monate waren sie beschäftigt. Die Kosten in Höhe von 200.000 Euro trägt das Land.

Seile sichern den Felsvorsprung am Hohentwiel (Foto: Pressestelle, Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau)
Pressestelle Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau

Zweimal lösten sich Felsbrocken und Steine

Erstmals hatten sich im April 2019 Felsbrocken gelöst, woraufhin der Zugang zur Hochfläche des Hohentwiels geschlossen wurde. Im November gab es einen erneuten Steinschlag, mindestens eine Tonne loses Gestein kam damals herunter, wie ein Sprecher des zuständigen Amtes für Vermögen und Bau sagte. Verletzt wurde niemand.

Wege wieder sicher

Nun seien die Wege für Besucher wieder sicher, heißt es seitens der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg. Die Karlsbastion und das Infozentrum sind bereits seit einiger Zeit wieder geöffnet.

Die ehemalige Festung auf dem Hohentwiel, dem Hausberg Singens, ist mit einer Größe von neun Hektar eine der größten Burgruinen Deutschlands. Sie gliedert sich in die Untere Festung am Westhang und die Obere Festung auf dem Gipfel des Hohentwiel. Erhalten sind zahlreiche Gebäude und Verteidigungsstrukturen.

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